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07.03.2006

Cisco baut seine VoIP-Strategie um

Der Netzgigant propagiert "Unified Communications" als Vision einer konvergenten VoIP-Welt mit integrierten Anwendungen.

Laut Clive Sawkins, Direktor für IP Communications bei Cisco, ist die Unified-Communications-Ankündigung die größte Produktvorstellung der Firmengeschichte: Das Unternehmen bringt 37 Produkte auf den Markt beziehungsweise unterzieht sie einer Frischzellenkur. Im Mittelpunkt steht dabei die Kommunikation per VoIP und SIP. "Das klassische TK-Anlagengeschäft ist tot", zeigt sich Sawkins überzeugt. "Nachdem Unternehmen im Zusammenhang mit der Jahr-2000-Problematik in diese Technik investiert haben, geben sie jetzt nur noch Geld für konvergente Systeme aus."

Hinter Unified Communications verbirgt sich Ciscos Versuch, einerseits Kommunikationssysteme und Applikationswelten miteinander zu verschmelzen und andererseits die Konvergenz von mobilen Netzen mit dem Festnetz voranzutreiben. Kritikern, die dem Unternehmen vorhalten, dass diese Idee nicht ganz neu sei und von anderen Herstellern bereits seit längerem mit Schlagwörtern wie "IMS" oder "Dual-Mode-Netzen" beworben werde, widerspricht Cisco-Manager Tim Stone: Sein Unternehmen verfolge den visionärsten Ansatz.

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"Wir sind jetzt die Ersten, die eine entsprechende Produktstrategie haben, um diese Visionen zu realisieren", sagte Stone.

Zentraler Bestandteil der Strategie ist Ciscos Call Manager, der nun in der Version 5.0 als "Unified Call Manager" erhältlich ist. Erstmals setzt Cisco dabei auf eine native Implementierung des SIP-Standards, nachdem der Hersteller bislang mit dem Skinny Client Control Protocol (SCCP) sein eigenes Süppchen kochte. Zu Nachfragen über die weitere Zukunft von Skinny hielt sich die Company bedeckt und teilte lediglich mit, dass die SIP-Implementierung mit SCCP interoperabel sei. Zudem ist der Call Manager jetzt auch als Linux-Appliance erhältlich.

Während Cisco dabei einen Teil seiner Produkte lediglich mit neuen Namen - so wird es den Begriff "Avvid" nicht mehr geben - auf Unified-Communications-Kurs trimmt, handelt es sich bei dem "Unified Personal Communicator" sowie dem "Unified Presence Server" um neue Produkte.

Keine Lücken zwischen PC, Netzwerk und Telefon

Dabei soll der Unified Personal Communicator die Lücke zwischen Desktop-Applikationen, Telefon und Netzwerk schließen und so den Mitarbeitern eine Kommunikation in Echtzeit ermöglichen. Per "Click to call" soll der Benutzer seine Kollegen via Telefon und Video erreichen, wobei ihm dynamische Präsenzinformationen und Directories bei der Suche helfen.

Die Präsenzinformationen können beispielsweise vom "Unified Presence Server" stammen. Dieser sammelt nicht nur Anwesenheitsinformationen über die Kollegen, sondern auch Daten darüber, welches Endgerät ein Mitarbeiter zurzeit benutzt. Auf diese Weise können Applikationen wie der Call Manager oder der Personal Communicator gezielt eine Verbindung aufbauen. Um die Lücke zwischen Festnetz und mobilen Netzen zu schließen, will Cisco demnächst in Kooperation mit Blackberry-Hersteller RIM und Nokia auch entsprechende Smartphone-Lösungen auf den Markt bringen.

Sichtlich stolz war Manager Stone bei der Unified-Communications-Präsentation darüber, dass Cisco mit BMW bereits einen prominenten deutschen Testkunden gewinnen konnte - "und das im Stammland von Siemens Communications". (hi)