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23.10.1998 - 

NT-Server übernimmt Netzdienste

Cisco bindet sich enger an Microsoft

Die enge Bindung löst Spekulationen aus: Es gebe keine Bestrebungen, das eigene Betriebssystem "Internetworking Operating System" (IOS) durch Windows NT abzulösen, wiegelte eine unternehmensinterne Quelle entsprechende Anfragen ab. Zunächst wolle man lediglich die IOS-Funktionalität aufwerten. Das soll geschehen, indem zusätzliche Prozessoren in Rechenoperationen eingebunden werden, die neue Aufgaben unter dem Betriebssystem "Embedded NT" ausführen. Embedded NT ist ein Subset von Windows NT für Echtzeitanwendungen.

So könnte etwa ein Router, dessen Prozessor die Kernfunktionen des IOS ausführt, Aufgaben für das regelbasierte Management oder Verzeichnisdienst-Zugriffe auf spezielle Prozessoren verlagern, wo das Betriebssystem Embedded NT zum Tragen kommt. Für den eigentlichen Route-Prozessor bleiben Kapazitäten zur Wegeberechnung und Protokollverarbeitung frei.

"Embedded NT könnte die ganzen Sachen übernehmen, die mit Techniken wie dem Common Information Model (CIM) oder der Extensible Markup Language (XML) auf die Netzkomponenten zukommen", erklärt Berater John McConnell einen möglichen Beweggrund für diese Ankündigung. Durch diese neuen Verfahren werden die Verbindungen zwischen Applikation und Netzwerk enger. "Cisco muß sich von der physikalischen Infrastruktur zu einer höheren Ebene vorarbeiten", meint Fred McClimans, Marktbeobachter bei Current Analysis. Konkurrenten wie die kürzlich von Fore Systems übernommene Start-up-Company Berkeley Networks haben diesbezüglich die Nase vorn. Berkeleys Routing-Switches nutzen etwa NT als Betriebssystem und verteilen Echtzeitanwendungen auf mehrere Prozessoren.

Windows NT wird Cisco als Kern der Router also nicht einsetzen. Die Kooperation mit Microsoft erstreckt sich jedoch auch ohne dieses Vorhaben über weite Gebiete der IT. So arbeiten die Netz- und Softwerker gemeinsam an der Entwicklung eines universellen Verzeichnisdienstes, einer Web-basierten Management-Lösung, der Sprach-, Daten- und Video-Integration sowie an der Zusammenführung von Client-Server- und Mainframe-Welt.