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13.03.2007

Cisco-Chef: Die CeBIT hat garantiert eine Zukunft

Mit Cisco-Geschäftsführer Michael Ganser diskutierte CW-Redakteur Jürgen Hill über den Stellenwert der CeBIT und den IT-Standort Deutschland.

CW: Herr Ganser, Cisco war letztes Jahr nicht auf der CeBIT, wie sieht es 2007 aus?

Ganser: Genauso wie in 2006. Zur direkten Ansprache der Hauptunternehmenskunden halten wir unsere eigene Veranstaltung, die Cisco Expo im Mai in Berlin, für effizienter. Unsere Kunden suchen keine 15-minütigen Messegespräche, sondern mehr und ausführlichere Informationen. Ebensolche Erfahrungen haben wir mit unserer europäischen Veranstaltung, der Cisco Networkers in Cannes gemacht, wo wir spannende Technologie- und Business-Themen kompakt präsentieren können. Diesen Rahmen kann uns die CeBIT nicht bieten.

CW: Gilt das für den gesamten Konzern?

Ganser: Nein, wir sind mit Linksys für den Consumer-Bereich und bei Partnern auf der CeBIT vertreten.

CW: Über die Zukunft der CeBIT wird viel diskutiert. Unter anderem ist eine Refokussierung auf den Business-Kunden im Gespräch. Eine richtige Entscheidung?

Ganser: Cisco adressiert die Geschäftskunden und braucht dafür eine Plattform. Wir haben uns deswegen in 2006 für die Cisco Expo entschieden. Ich kann mir mittelfristig durchaus aber auch ein Messe-Engagement wieder vorstellen. Die Kernfrage für die CeBIT ist aber, wer adressiert auf der CeBIT die Kunden? Sollten das nicht die Integratoren sein, etwa T-Systems oder IBM, die unterstützt vom Hersteller mit den Kunden sprechen? Das gleichzeitige Abbilden der gesamten Wertschöpfungskette auf der CeBIT, also ein Hersteller mit seinen Partnern und umgekehrt und beide adressieren den gleichen Endkunden, das ist für mich kein zwingend erfolgreiches Konzept mehr. Ansonsten ist die CeBIT eine tolle Marke und hat garantiert eine Zukunft.

CW: Wie kann diese Zukunft aussehen?

Ganser: Ich glaube, die CeBIT wird wie jede andere Veranstaltung davon leben, dass man genau hinhört, was der Kunde wünscht. Im Falle der CeBIT ist es vornehmlich der Business-Kunde, der eher an der breiten Informationsbeschaffung interessiert ist als an tiefer gehenden Einzelgesprächen.

CW: Also befindet sich die CeBIT mit ihrem neuen Konzept für 2008 auf dem richtigen Weg?

Ganser: Die zeitliche Verkürzung und die Konzentration auf Business-Kunden sind richtig. Sie bedeuten die Reduktion auf die Essenz der CeBIT und sparen Kosten. Im Moment sehe ich in Deutschland eine große Bereitschaft, in ICT zu investieren, um im Wettbewerb zu gewinnen und mittel- und langfristig dadurch Produktivitätssprünge zu erzielen. ICT ist heute mit über sechs Prozent des Bruttosozialprodukts die größte Branche in Deutschland und braucht eine Plattform wie die CeBIT.

CW: Werden Sie persönlich die CeBIT besuchen?

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