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21.01.2009

Cisco drängt auf den Server-Markt

Mit eigenen Server-Produkten tritt der Netzausrüster in Konkurrenz zu seinen strategischen Partnern.

Bereits Anfang vergangener Woche ließ Ciscos CTO (Chief Technology Officer) Padmasree Warrior in einem Blog-Eintrag die Katze aus dem Sack. Amerikanische Medien wie das "Wall Street Journal" hatten schon länger über Ciscos Einstieg in den Server-Markt spekuliert. Unter dem Codenamen "California" hat die Netz-Company ein Blade-System entwickelt, das mit spezieller Virtualisierungssoftware von VMware arbeitet.

Wie reagieren IBM und HP?

An der EMC-Tochter hält Cisco seit einiger Zeit knapp zwei Prozent. Cisco, bislang auf Router und Switches für Computernetze konzentriert, wagt sich mit dem Server in ein vollkommen neues Marktsegment und trifft dort auf bisher wichtige strategische Partner wie IBM und Hewlett-Packard.

"Das wird das wichtigste und meistbesprochene Produkt des Jahres werden", kommentierte Brent Bracelin, Hardwareanalyst bei Pacific Crest Securities. "Es wird massive Reaktionen sowohl von IBM als auch von HP nach sich ziehen. Wir erwarten in der Folge eine neue Welle der Branchenkonsolidierung."

Cisco selbst bemühte sich unterdessen, den Ball flach zu halten: "Wir sehen das nicht als neuen Markt, sondern als Marktveränderung", beschwichtigte CTO Warrior. "Jedes Mal, wenn es eine solche Marktveränderung gibt, geraten große Unternehmen miteinander in Wettbewerb."

Paket für virtuelle Anwendungen

Cisco könnte "California" bereits im März ankündigen, vermuten Marktbeobachter. Technische Details sind bislang nicht bekannt. Insider sprechen indes von einem Server, der mit Netzausrüstung und Virtualisierungssoftware zu einem Paket geschnürt werde. Offenbar zielt die Maschine ausschließlich auf virtuelle Applikationen und soll Allzwecksystemen keine Konkurrenz machen. (tc)