Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.03.2003 - 

Netzwerker kaufen Linksys für 500 Millionen Dollar

Cisco entdeckt Consumer-Markt

SAN JOSE (IDG) - Netzmarktführer Cisco, bislang auf das Geschäft mit Unternehmenskunden und Carriern spezialisiert, will künftig auch im Consumer-Geschäft mitmischen. Um in diesem Segment Fuß zu fassen, kauft das Unternehmen die Linksys Group Inc.

Nach Berechnungen der Dell''Oro Group soll der Weltmarkt für Soho-Netzequipment (Soho = Small Office/Home Office) von 3,7 Milliarden Dollar im Jahr 2002 auf 7,5 Milliarden Dollar im Jahr 2006 anwachsen. Ein lukratives Segment, das sich auch Netzprimus Cisco nicht entgehen lassen will, zumal Analysten damit rechnen, dass die klassische Klientel der Netzwerker, also Carrier und Unternehmenskunden, in nächster Zukunft ihre Ausgaben für Netzequipment kaum erhöhen werden.

Nachdem Cisco in der Vergangenheit mit eigenen Entwicklungen bei dem Versuch scheiterte, im Consumer-Segment Tritt zu fassen, geht die Company nun einen anderen Weg: Für 500 Millionen Dollar kauft das Unternehmen die Linksys Group Inc. Der hierzulande eher unbekannte Hersteller ist in den USA mit einem Umsatz von 429 Millionen Dollar und einem Marktanteil von 39 Prozent Marktführer im Home-Networking-Segment. Unter anderem bietet das Unternehmen Router, Switches und Netzwerkkarten an.

Massengeschäft mit geringen Margen

Vom Know-how dieses Anbieters will nun Cisco profitieren. Im Gegensatz zu den sonstigen Akquisitionen der Netzwerker wird der 81. Firmenzukauf nicht komplett in den Konzern integriert und somit zerschlagen, sondern soll als eigenständige Division weiterexistieren. Eine Entscheidung, die Charlie Giancarlo, Senior Vice President bei Cisco, damit begründet, dass die bisherige Ausrichtung des Unternehmens nicht für den Consumer-Markt tauge. Mit seinen hohen Aufwendungen für Entwicklung, Support und Verkauf, so der Manager, sei Cisco angesichts der geringen Margen im Privatkundengeschäft gegenüber Wettbewerbern wie Netgear, Microsoft oder D-Link nicht konkurrenzfähig. (hi)