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09.01.2007

Cisco kauft Security-Spezialisten Ironport

Der Netzausrüster zahlt 830 Millionen Dollar in bar und Aktien.

Mit der Übernahme von Ironport setzt Cisco seine Einkaufstour im Sicherheitsbereich fort. Das in Privatbesitz befindliche Ironport mit Sitz in Kalifornien bietet Appliances an, die E-Mail- und Web-Traffic überwachen und Firmennetze vor Spam, Viren, Spyware und anderen Bedrohungen schützen sollen. Bekannt ist das Unternehmen unter anderem wegen seiner Whitelist-Technik gegen Spam, die nur Mails von zertifizierten Absendern durchlässt und den Traffic auf Mail-Servern verringert.

Der Service-Ansatz

Das Unternehmen war im Jahr 2000 von dem früheren Microsoft-Manager Scott Weiss gegründet worden. Sein Ziel war es, Sicherheits- und Skalierbarkeitsprobleme in den Griff zu bekommen, denen er beim "Hotmail"-Dienst des Redmonder Konzerns begegnet war. Weiss findet, dass im Kampf gegen Spam und Spyware nur ein Service helfen kann. Reine Hard- und Software genüge nicht, weil die Urheber von Spam und anderen Internet-Bedrohungen ihre Technik zu häufig veränderten.

Ironport bietet seinen Kunden daher Abonnements an, in deren Rahmen die Software auf seinen Appliances regelmäßig angepasst und erneuert wird. Nach Ansicht von Richard Palmer, Senior Vice President bei Ciscos Security Technology Group, ließe sich dieser für Cisco neue und interessante Ansatz auch auf andere Segmente übertragen.

Cisco hat in der Vergangenheit schon mehrere Security-Anbieter übernommen - darunter Riverhead Networks, Protego Networks und Perfigo. Deren Technik hatte der Netzausrüster in hauseigene Hard- und Software integriert oder - darauf basierend - neue Produkte herausgebracht. Bei Ironports Abonnement-Modell handle es sich jedoch um ein erklärungsbedürftiges Produkt, das einen anders gearteten Vertriebskanal erfordere, erläutert Rainer Baumann, Regional Director für Zentral- und Osteuropa bei Ironport. Nicht zuletzt aus diesem Grund soll Ironport künftig als eigenständige Geschäftseinheit innerhalb der Security Technology Group von Cisco agieren und auch der Brand-Name des Übernahmekandidaten beibehalten werden. Darüber hinaus sollen mittelfristig bestimmte Ironport-Techniken Einzug in Cisco-Produkte halten. Laut Baumann ist beispielsweise die Integration von Ironports E-Mail-Reputationsdienst "Senderbase" in Ciscos Netzkomponenten geplant. Die Transaktion wird voraussichtlich Ende März abgeschlossen sein. (tc/kf)