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Herstellergruppe sagt Unterstützung zu

Cisco macht sich für IPv6 stark

03.08.2001
SAN MATEO (IDG) - IPv6, die kommende Generation des Internet Protocol, erhält Rückenwind. Cisco Systems konnte mehrere Hersteller dazu bewegen, noch in diesem Jahr Unterstützung für das Protokoll in ihre Hard- und Softwareprodukte zu integrieren.

Die gegenwärtige Version 4 des Internet Protocol (IP) kommt allmählich in die Jahre: Diverse Defizite, darunter der immer knapper werdende Adressraum und unzureichende Sicherheitsfunktionen, sprechen zusehends für einen Umstieg auf eine verbesserte Variante des Protokolls. Abhilfe soll der Generationswechsel auf IP Version 6 (IPv6) bringen. Mehr Adressen, erweiterte Routing-Funktionen sowie integrierte Authentifizierungs- und Sicherheitsfunktionen sind nur einige der Vorzüge, die die neue Netzsprache bietet.

Vor allem das neue, 128 Bit umfassende Adressschema spielt in Zukunft eine wichtige Rolle: So geht eine Prognose der Europäischen Kommission davon aus, dass die unter IPv4 verfügbaren, nur 32 Bit langen IP-Adressen spätestens 2005 aufgebraucht sein werden - ein Umstieg auf IPv6, das ungleich mehr individuelle Adressen bietet, werde dann unvermeidlich. Doch dazu bedarf es der Unterstützung der Industrie: Applikationen und Komponenten müssen angepasst werden, um das neue Protokoll und dessen Vorteile nutzen zu können.

Über Partnerschaften will Cisco nun den Weg für IPv6 ebnen. Nachdem der Hersteller bereits im Mai verkündete, dass sein Router-Betriebssystem Internetworking Operating System (IOS) kompatibel zu der neuen Protokollversion ist, sichert er sich nun die Kooperation weiterer Anbieter. "Damit IPv6 ein Erfolg wird, musste es zuerst im Netz implementiert werden," erläutert Patrick Grossetete, IPv6-Produkt-Manager bei Cisco, "der zweite Schritt ist die Entwicklung geeigneter Applikationen." Und darauf sollte in Grossetetes Augen nun der Focus liegen.

Branchengrößen mit von der PartieHP hat zugesagt, IPv6 einzusetzen, damit seine "HP-UX11i"-Plattform mehr Anwender unterstützt. Ähnliches gilt für Motorola: Den vergrößerten Adressraum möchte der Hersteller nutzen, um vor allem mehr mobile Geräte und eine Vielzahl einzelner Komponenten in vernetzten Gebäuden direkt anzusprechen.

Auch Microsoft ist mit von der Partie: Die Softwareschmiede will IPv6 in die für den Herbst angekündigte, neue Betriebssystem-Version Windows XP integrieren. IBM schließlich plant, die Netzsprache in seine Betriebssysteme, Mikroelektronikbausteine, Anwendungen und seine Middleware einzubetten. Erste Produkte für die nächste Generation des Internet Protocol sollen den Unternehmen zufolge noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.