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Optionen nicht als Kosten ausgewiesen


27.09.2002 - 

Cisco-Manager bürgen für ihre Bilanz

MÜNCHEN (CW) - John Chambers und Larry Carter, CEO und CFO von Cisco Systems, werden persönlich für die Richtigkeit der Unternehmensbilanz geradestehen. Schöner wird sie davon jedoch auch nicht.

"Mit unserer Unterschrift betonen wir unsere eigene Verantwortung gegenüber den Anteilseignern, Mitarbeitern und Kunden", ließ Cisco-Chef Chambers mitteilen. Doch was von Seiten der Manager als Bekenntnis zu mehr Transparenz ausgelegt wird, ist lediglich Gesetzestreue. Nach dem jüngst erlassenen Sarbanes-Oxley Act sind die Chefs von 947 an den US-amerikanischen Börsen notierten Unternehmen gesetzlich verpflichtet, mit ihrer Unterschrift für die Jahresabschlüsse zu haften. Bislang hat noch keine Firma gegen diese Vorschrift verstoßen. Erst vor kurzem signierten auch die Verantwortlichen von HP, IBM und Microsoft das Dokument.

So sorgte denn auch weniger die Unterzeichnung, sondern mehr der Inhalt des Jahresberichts für Aufregung an den Kapitalmärkten und ließ den Aktienkurs weiter sinken. Denn entgegen der angekündigten größeren Offenheit weigert sich Cisco nach wie vor, Mitarbeiteroptionen als Kosten in die Bilanz einfließen zu lassen. Damit bläht das Unternehmen seinen Gewinn künstlich auf. Zieht man die Kosten für die Optionsprogramme von dem ausgewiesenen Ergebnis ab, erwirtschaftete Cisco einen Profit von 373 Millionen statt 1,89 Milliarden Dollar. (rs)