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16.07.2004 - 

Aktie der Woche

Cisco: Optionen machen die Aktie teuer

In den 90er Jahren erwarb Cisco Firmen wie am Fließband zu teils sehr hohen Bewertungen, um mit dem zugekauften Know-how das eigene rasante Wachstum fortsetzen zu können und technologisch auf dem neuesten Stand zu sein. Mit der langjährigen Entwicklung des Hochleistungs-Routers "CRS-1" hofft Cisco, künftig auch als Innovationsführer anerkannt zu werden. Akquisitionen dürften jedoch weiterhin zur Wachstumsstrategie gehören. Im Markt kamen sogar Gerüchte auf, Cisco plane die Übernahme von Nortel Networks. Allerdings spricht dagegen, dass Cisco so gut wie keine Erfahrung mit der Integration eines so großen Unternehmens aufweist.

Operativ läuft beim weltweiten Marktführer für Netzlösungen trotz zunehmender Konkurrenz alles rund. So belief sich der kumulierte Umsatz der vergangenen vier Quartale auf 20,8 Milliarden Dollar, der Nettogewinn betrug vier Milliarden Dollar. Die operative Marge lag mit 27,35 Prozent auf einem außerordentlich hohen Niveau, und auch künftig dürfte Cisco weiter wachsen. So erscheint es auf den ersten Blick nur verständlich, dass der finanzstarke Konzern für fünf Milliarden Dollar Aktien zurückkaufen will, nachdem er in der Vergangenheit bereits 15 Milliarden Dollar dafür ausgegeben hatte.

Infolge des üppigen Mitarbeiteroptionsprogramms ist es aber für Cisco fast unumgänglich, am Markt teuer Aktien zu erwerben, damit es zu keiner Verwässerung durch die beständige Ausübung der Optionsrechte kommt. Würden die Kosten des Optionsprogramms (Mitarbeiteraufwand) bereits nach Fair Value bilanziert, so wäre der Gewinn pro Aktie im letzten Quartal um vier Cent auf 13 Cent gefallen. Da die Bilanzierung der Kosten der Optionsprogramme in absehbarer Zeit Pflicht wird, dürfte eine Neubewertung einiger Unternehmen anstehen. Viele Marktteilnehmer werden erst dann merken, wie teuer manche Firmen sind. (ajf)

Von Stephan Hornung und Christian Struck*

*Die Autoren sind Analysten der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.