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Router-Marktfuehrer expandiert im ATM-Umfeld

Cisco schluckt Stratacom: Ein Menue fuer vier Milliarden Dollar

26.04.1996

Ciscos Kauflust ist offenbar nicht zu stoppen. In den letzten drei Jahren hat der Router-Marktfuehrer nicht weniger als acht Unternehmen uebernommen. Dabei wilderten die Kalifornier in Bereichen wie Fast Ethernet, ISDN, CDDI und dem Internet. Im Januar 1995 traf es die Lightstream Corp., einen Hersteller von ATM-Switches fuer LAN- und WAN-Vernetzung.

Mit Stratacom hat Cisco nun aber den bisher groessten Fisch an Land gezogen: Der Hersteller von WAN-Switches fuer Corporate Networks und grosse Service-Provider zaehlt Unternehmen wie Compuserve, AT&T und grosse amerikanische Banken zu seinem Kundenstamm, ist also kein Nobody. In den letzten Jahren wuchs das Unternehmen ueberdurchschnittlich.

Im Geschaeftsjahr 1995 steigerte Stratacom den Umsatz auf 331 Millionen Dollar und vermerkte einen Gewinn von 77 Millionen Dollar in den Buechern. Das bedeutete einen Zuwachs von 115 beziehungsweise 175 Prozent gegenueber dem Vorjahr. Am 1. Februar 1996 nahm Stratacom einen Aktiensplit im Verhaeltnis von zwei zu eins vor, so dass aktuell 74,6 Millionen Stratacom-Aktien im Umlauf sind.

Laut Dataquest-Angaben kann Stratacom im WAN-ATM-Geschaeft auf einen Marktanteil von 16,2 Prozent verweisen und konkurriert mit Herstellern wie Newbridge, Nortel, Cascade Communications und General Datacom. Auch diese guten Zahlen duerften Stratacom fuer Cisco attraktiv gemacht haben. Die Stratacom-Anteile werden nun mit Cisco-Aktien auf Grundlage einer Bewertung von rund 50 Dollar pro Stueck getauscht.

In eigener Regie entwickelte Cisco bisher ATM-Komponenten fuer die lokale und Campus-Vernetzung. Die ATM-Vorhaben sind neben der Lightstream-Uebernahme durch diverse Kooperationsabkommen etwa mit Adaptec und Nokia abgesichert. Mit Stratacom wagt Cisco nun den Schritt in den reinen Weitverkehrsbereich.

Insidern zufolge macht die Uebernahme Sinn, denn ATM gilt gleichermassen als Zukunftstechnologie fuer lokale und ueberregionale Verbindungen. "Durch die Ergaenzung des Portfolios mit Stratacom- Technik kann Cisco Komponenten fuer Internet- und Intranet- Installationen sowie durchgehende Loesungen fuer oeffentliche, private und gemischte Netzwerke anbieten", rechtfertigt John Chambers, President und CEO von Cisco, den Deal.