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21.05.1999 - 

Weiterer Aktiensplit angekündigt

Cisco schwimmt nach wie vor auf der Erfolgswelle

NEW YORK (IDG) - Die Netzbranche hat nach wie vor einen goldenen Boden. Das beweisen unter anderem die Zahlen, die Cisco Systems zum Ende des dritten Quartals seines laufenden Geschäftsjahres vorlegt. Der Hersteller kann wieder einmal eine kräftige Umsatzsteigerung verbuchen.

Larry Carter, Chief Financial Officer (CFO) bei Cisco, hat gut lachen. Sein Brötchengeber schließt auch das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit gestiegenen Umsätzen und Einnahmen ab. Bei einem Nettoumsatz von 3,15 Milliarden Dollar (Q3 1998: 2,18 Milliarden) verdiente Cisco in dem Zeitraum vom 24. Januar bis 1. Mai 1999 rund 646 Millionen Dollar (38 Cent pro Anteilsschein). Das entspricht einem Zuwachs von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Q3 1998: 484 Millionen Dollar).

Für die ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres verweist Cisco stolz auf einen Nettoumsatz von 8,56 Milliarden Dollar. Auch hier kann das Unternehmen eine Steigerung um 41 Prozent gegenüber dem letzten Geschäftsjahr verzeichnen. John Chambers, President und Chief Executive Officer (CEO) bei Cisco, führt den Erfolg seiner Company auf die Internet-Wirtschaft zurück. Diese schaffe weiterhin "noch nie dagewesene Wachstumschancen", wobei die "neue Welt der integrierten Daten-, Sprach- und Videokommunikation" im Zentrum dieser Möglichkeiten stehe.

Glaubt man Cisco, so trägt das Internet als Absatzkanal nicht unwesentlich zum geschäftlichen Erfolg bei. Nach Angaben des Herstellers erfolgt mittlerweile ein Großteil der Verkäufe über das Internet. Im ersten Quartal 1999 seien Transaktionen im Wert von 1,9 Milliarden Dollar auf diesem Weg abgewickelt worden. Dies trage zur Steigerung der Kundenzufriedenheit bei und helfe, überflüssige Kosten einzusparen. Im letzten Jahr habe man Ausgaben von 680 Millionen Dollar vermeiden können. Kein Wunder, daß Cisco das Web-Geschäft forcieren will: Laut Ray Woo, Senior Product Architect bei den Netzwerkern, sollen bis Juli dieses Jahres 80 Prozent aller geschäftlichen Transaktionen online bearbeitet werden.

Doch das allein reicht nicht aus, um bei der Konvergenz der Sprach- und Datennetze mitmischen und Wettbewerbern wie Lucent oder Nortel Paroli bieten zu können. Da Cisco die notwendigen Produkte nicht alle selbst entwickeln kann, stellen Akquisitionen und Beteiligungen mittlerweile einen wesentlichen Aspekt seiner Unternehmensstrategie dar. Erst im April gab Cisco die Übernahme von Amteva Technologies, einem Hersteller im Bereich Unified Messaging, bekannt. Rund 170 Millionen Dollar in bar und Aktien war dem Netzprimus die spezialisierte Middleware der übernommenen Company wert, mit der Benutzer über das Internet Protocol (IP) Sprach- und E-Mail-Botschaften sowie Faxe in einer gemeinsamen Mailbox verwalten können.

In die gleiche Richtung zielt eine Beteiligung, die Cisco jetzt publik machte: Mit 39 Millionen Dollar steigt der Anbieter bei Portal Software Inc. ein. Diese Firma ist auf Management- und Abrechnungssoftware für das Internet und Kommunikationsdienste der nächsten Generation spezialisiert. "Infranet", eine zu diesem Zweck entwickelte Software, soll in Ciscos Service-Management-Technologie integriert werden.

Finanzanalysten sehen Ciscos Engagement mit Wohlwollen, der stetig steigende Börsenkurs beweist die Popularität der Kalifornier an der Wallstreet: Zuletzt wurde das Papier zu einem Kurs von rund 115 Dollar gehandelt, knapp sieben Dollar unter dem historischen Höchststand von 122 Dollar. Für den 24. Mai hat der Cisco-Vorstand einen Aktiensplit im Verhältnis zwei zu eins angekündigt. Die neuen Papiere sollen am 21. Juni ausgegeben werden. Damit teilt der Hersteller zum achten Mal seit seinem Börsengang im Februar 1990 seine Anteilscheine; der letzte Split erfolgte im Herbst 1998 (Verhältnis: drei zu eins).