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15.02.2005

Cisco setzt schwache Impulse

Der Netzausrüster verbreitete keinen nachhaltigen Optimismus. Auch deutsche Kunden sind daran schuld.

Mit einem respektablen Umsatzanstieg um zwölf Prozent auf 6,06 Milliarden Dollar schloss Cisco sein zweites Fiskalquartal (Ende: 29. Januar) ab. Damit landete der Konzern geringfügig unter den Analystenerwartungen. Ein Grund für die Entwicklung ist die Kaufzurückhaltung in einigen Ländern, wobei explizit Deutschland und Frankreich genannt wurden. Zudem blieben Regierungsaufträge im Heimatmarkt aus, und Konkurrenten wie Juniper Networks sowie chinesische Anbieter setzen dem Riesen inzwischen an vielen Ecken zu - sei es über den Preis oder die Leistung.

Verhaltene Prognose

CEO John Chambers schlug in einer Telefonkonferenz sanfte Töne an: Die Stimmung vornehmlich unter den US-amerikanischen Kunden beginne sich aufzuhellen, was die Hoffnungen auf bessere Geschäfte nähre. Allerdings werde sich dies im laufenden Quartal noch nicht niederschlagen, weshalb Chambers einen sequenziellen Umsatzanstieg von maximal zwei Prozent in Aussicht stellte. Das lässt auf Einnahmen von bis zu 6,18 Milliarden Dollar schließen - was immer noch zehn Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums liegen würde, jedoch unter der Analystenprognose von 6,23 Milliarden Dollar.

In die einzelnen Produktsegmente kam Bewegung: Router blieben im Jahresvergleich unter Druck, Switches legten leicht zu, und die sechs neuen Geschäftsfelder (VoIP, Sicherheit, Speicher-, Heim-, optische und drahtlose Netze) wuchsen kräftig. Die zuletzt 40-prozentige Steigerung im Innovationssegment ließ den Umsatzanteil auf 19 Prozent ansteigen. Allerdings belastet der Schwenk auch Ciscos Bruttomarge, die innerhalb eines Jahres von 68,5 auf 66,9 Prozent fiel.

Nettogewinn im Plan

Zusammen mit den übrigen Belastungen wie dem verfehlten Umsatzziel, den wachsenden Lagerbeständen und der verhaltenen Prognose führte dies zu einem Fall der Cisco-Aktie um mehr als drei Prozent. Trotz umfangreicher Aktienrückkäufe wird das Papier nahe dem 52-Wochen-Tief gehandelt. Daran konnte auch der den Analystenprognosen entsprechende Nettogewinn von 1,4 Milliarden Dollar nichts ändern. Der Profit fiel fast doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum aus; allerdings war damals unter anderen Bilanzierungsregeln kalkuliert worden. (ajf)