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14.12.2004

Cisco setzt sich hohe Ziele

Der Konzern will in den kommenden Jahren jeweils um bis zu 15 Prozent wachsen und die Diversifizierung vorantreiben.

Auf der jährlichen Analystenkonferenz hat sich Netzprimus Cisco gegen seine Gewohnheiten zu den langfristigen finanziellen Zielen geäußert. Er rechne mit einer Umsatzsteigerung von jeweils zehn bis 15 Prozent in den kommenden vier Jahren, sagte Finanzchef Dennis Powell. Im Visier liege dabei die obere Marke. Indes wollte er die Aussagen nicht als Vorhersage oder gar Garantie verstanden wissen, sondern als eine Art Rahmen. Die Prognosen der Wallstreet, der Umsatz des Konzerns werde im laufenden Geschäftsjahr um 13 Prozent steigen, bezeichnete Powell als "vernünftig". Rechnerisch lässt dies auf Einnahmen von rund 24,85 Milliarden Dollar schließen. Im vergangenen Geschäftsjahr (Ende: 31. Juli) hatte Cisco rund 22 Milliarden Dollar umgesetzt, knapp 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Kerngeschäft mit Routern bleibt der Druck auf den Marktführer hoch. Die US-amerikanische Marktforschungsgesellschaft Dell?Oro prognostiziert bis zum Jahr 2008 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von acht Prozent. Während der gesamte Router-Markt im dritten Quartal lediglich um vier Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar zulegte, wuchs das Segment der Highend-Router laut Dell?Oro um 33 Prozent auf 347 Millionen Dollar. Hier muss sich Cisco aber einem anhaltenden Preisdruck und der zunehmenden Konkurrenz stellen.

Im ersten Fiskalquartal war der Anteil der Router an Ciscos Gesamtumsatz im Jahresvergleich um vier Prozentpunkte auf 21 Prozent gesunken. Die Diversifizierung in moderne Techniksegmente wie Voice over IP (VoIP), Speichersysteme, Sicherheit und Home Networking schreitet zwar voran, aber sie fordert auch ihren Preis: So wird die Bruttogewinnspanne von zuletzt 69 Prozent auf 66 Prozent im Jahr 2008 sinken, räumte Finanzchef Powell ein.

Einige Analysten äußerten Zweifel, ob der Konzern das angestrebte Wachstum ohne größere Übernahmen bewerkstelligen kann. Für Cisco wäre dies allerdings keine hohe Hürde, denn kaum ein Unternehmen kauft derartig häufig Firmen hinzu wie der Netzwerkriese. Erst in der vergangenen Woche zahlte Cisco 34 Millionen Dollar in bar für das US-amerikanische Startup BCN, das Routing-Software entwickelt. Zudem hat der Konzern eine strategische Allianz mit dem japanischen Computerbauer Fujitsu im Bereich der Highend-Router geschlossen. (ajf)