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14.08.2006

Cisco stockt Belegschaft in Deutschland auf

Mit Deutschland-Geschäftsführer Michael Ganser sprach CW-Redakteur Jürgen Hill über das Erfolgsrezept des Unternehmens.

CW: Herr Ganser, was ist das Erfolgsrezept von Cisco in Zeiten, in denen andere Netzausrüster eher vorsichtig in die Zukunft blicken?

Ciscos Zahlen

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2006 legte Cisco ein Rekordergebnis hin. So kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21,3 Prozent auf fast acht Milliarden Dollar, und der Profit betrug 1,5 Milliarden Dollar (nach US-GAAP). Insgesamt verbuchte die Company im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz in Höhe von rund 28,5 Milliarden Dollar (24,8 Milliarden im Vorjahr). Als Gewinn weist Cisco knapp 5,6 Milliarden Dollar aus. Für 2007 peilt die Company ein Umsatzplus zwischen 19 und 21 Prozent an.

GANSER: Drei Punkte sind entscheidend. Zum einen ist Cisco in all den Jahren immer ein sehr kalkulierbares unternehmerisches Risiko eingegangen. Zum anderen haben wir konsequent auf Märkte im Übergang gesetzt, denn dort können Anbieter Marktanteile verlieren oder wie wir gewinnen. Drittens haben wir sehr früh daran geglaubt, dass es im Networking-Umfeld künftig darum geht, eine Architektur aufzubauen, die Sprache, Video, Daten und Mobility zusammenbringt.

CW: Bei der Bilanzpräsentation beklagte Ihr CEO John Chambers das vergleichsweise schwache Wachstum in Europa. Wie sieht die Situation in Deutschland aus?

GANSER: Wir haben weltweit Marktanteile gewonnen, auch in Europa, selbst wenn dies heute nicht die schnellstwachsende Region ist. Aber wir haben in Europa einige Länder, zu denen zählt auch Deutschland, die sehr erfreuliche Trends aufweisen. Unser Wachstum liegt in Europa am oberen Ende.

CW: Und wie sieht Ciscos Zukunft in Deutschland aus?

GANSER: Wir werden hierzulande innerhalb der nächsten zwölf Monate massiv investieren, denn Cisco glaubt, dass Deutschland große Chancen bietet.

CW: Wo werden Sie investieren?

GANSER: Im Prinzip haben wir drei Dinge geplant. Zum einen investieren wir in unsere Infrastruktur, indem wir unsere Geschäftsstellen technisch verbessern. So wollen wir etwa intern viel mehr per Video kommunizieren. Ferner bin ich mir sicher, dass wir unseren Besuchern in Hallbergmoos und Frankfurt in sechs Monaten Technologie als Erlebnis präsentieren können, wie wir das in Deutschland noch nie hatten und in der Vergangenheit nur in Amerika und ein Stück weit in England konnten. Zudem werden wir in Frankfurt am Main ein Briefing-Center aufbauen. Und was vielleicht noch viel wichtiger ist - wir werden in Deutschland die Zahl unserer Mitarbeiter um zirka 20 Prozent aufstocken.

CW: Ihr CEO hat für 2007 ein Umsatzwachstum zwischen 19 und 21 Prozent als Ziel vorgegeben. Ist dies angesichts neuer Konkurrenten wie Alcatel Lucent oder der Allianz zwischen Microsoft und Nortel realistisch?

GANSER: Das wird die Zukunft zeigen. Aber beides sind in meinen Augen Reaktionen auf Trends, auf die wir uns bereits seit längerem einstellen.