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10.05.1996 - 

Proprietäre Migrationshilfe für Anwender

Cisco trimmt Routing mit neuem Verfahren in Richtung Switching

Netflow Switching ist ein neues Switching-Verfahren, das auf dem Netz-Betriebssystem Internetwork Operating System (IOS) von Cisco basiert. Damit können Cisco-Router für Hochleistungs-Switching auf der Vermittlungsschicht unter Anwendung von Netzdiensten eingesetzt werden. Daraus ergeben sich laut Cisco mehr Sicherheit, eine höhere Servicequalität und statistische Informationen über den Netzverkehr.

Netflow stellt eine Veränderung des Routing-Bestandteiles innerhalb der Architektur Ciscofusion dar, die Routing, LAN- und ATM-Switching für skalierbare und verteilte Netze vereint. Das Verfahren identifiziert den Datenverkehr zwischen mehreren Hosts im Internetwork und switcht auf einer verbindungsorientierten Grundlage die Pakete zeitgleich mit relevanten Netzdiensten.

Im Gegensatz zu Netflow wird beim herkömmlichen Switching auf der Vermittlungsschicht jedes ankommende Paket individuell behandelt. Der Router führt eine Reihe separater Aufgaben für jedes Datenpaket aus und sendet es danach an den richtigen Bestimmungsort. Zu diesen Aufgaben gehören die Prüfung, ob ein Sicherheits-Zugangsfilter vorliegt, und die Aktualisierung der Abrechnungs-Informationen.

Beim Netflow Switching erfaßt dieser Vorgang nur das erste Paket eines Datenstromes. Ist es erkannt, werden ihm die relevanten Netzdienste zugeordnet und alle folgenden Pakete auf einer verbindungsorientierten Basis ebenso behandelt. Die Pakete werden dadurch gleichzeitig mit den Netzdiensten in einem einzigen Ablauf geswitcht.

IOS-Upgrade soll noch im zweiten Quartal kommen

Netflow Switching arbeitet Cisco zufolge auch bei langen Zugangslisten, die Bestandteil einiger Firewall-Konzepte sind, ohne erkennbare Einbußen an Performance. Auch werden die aufgelisteten Zugriffsrechte äußerst detailliert auf Grundlage des Anwendungsprotokolls definiert. So lassen sich Zugangsprivilegien nicht nur nach der IP-Adresse vergeben, sondern auch nach Art des Datenverkehrs, darunter WWW, Dateientransfer oder Telnet.

Der Anwender kann Netflow Switching auf den High-end-Routern der Serien Cisco 7500 und Cisco 7000, die mit Route/ Switch System Processors (RSPs) ausgestattet sind, einsetzen. Dazu wird ein Upgrade der Software Cisco IOS benötigt, das noch im zweiten Quartal dieses Jahres verfügbar sein soll.

Noch 1996 sollen auch die übrigen Router-Plattformen von Cisco das neue Netflow Switching unterstützen. Im dritten Quartal werden zunächst die Mittelklasse-Systeme mit dieser Funktionalität ausgestattet. Netflow Switching wird anfangs das Internet Protocol (IP) auf der Vermittlungsschicht unterstützen, später auch das Protokoll IPX.

Mit der Einführung des Netflow Switching kündigt Cisco auch die Auslieferung neuer paketbasierter Schnittstellen an, die sich für die Übertragungsraten von SONET (Synchronous Optical Network) und SDH (Synchronous Digital Hierarchy) eignen. Die Schnittstellen sind im dritten Quartal 1996 für die Router der Serie Cisco 7500 erhältlich. Mit der neuen Hardware und Software lassen sich bestehende und paketorientierte Infrastrukturen um die Skalierbarkeit, Schnittstellen-Geschwindigkeiten und Performance erweitern, die in den Netzwerken der Zukunft erforderlich sein werden.