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Cisco und Intel steigen ein


20.03.1998 - 

Cisco und Intel steigen ein Konkurrenz um Gigabit Ethernet bekommt namhaften Zuwachs

Vor rund 18 Monaten hat Cisco den Gigabit-Ethernet-Pionier Granite gekauft, betonte in der Folge aber immer, keine Produkte vor der Verabschiedung des Standards herausbringen zu wollen.Nun wurde die endgültige Normierung durch das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) auf Juni verschoben, und dennoch präsentierte Cisco die ersten Lösungen.Die bauen vornehmlich auf vorhandene Geräte auf, was wiederum den Analysten kaum Freudenseufzer entlocken konnte.

Zum einen wird der "Catalyst 5000" um Uplinks aufgerüstet, zum anderen bekommen die High-end-Router der "7500"-Serie ein Gigabit-Ethernet-Interface. Die Module mit drei oder neun Switching-Ports verarbeiten Datenverkehr mit 6 oder 24 Mbit/s.Obwohl die Uplinks und Switches mit Hilfe des Granite-Know-hows gefertigt wurden, vermissen die Analysten die technischen Innovationen."Cisco hat ein Problem: Alle Lösungen müssen rückwärtskompatibel sein", kritisierte etwa Michael Speyer, Manager der Yankee Group, die Neuvorstellungen.

Ciscos Problem: Rückwärtskompatibilität

So seien die Uplinks für die Catalyst-Geräte keine Lösungen für systemweite Gigabit-Netzwerke, sondern lediglich zur Server-Anbindung geeignet.Unter anderem bleibe Cisco in seinem Portfolio etwa eine Hochgeschwindigkeits-Backplane und ein hardwarebasiertes Layer-3-Switching-Modul im Catalyst sowie einen Gigabit-Router für den Campus-Bereich schuldig.Balsam für die Cisco-Seele dürfte dagegen die Einschätzung von Dataquest-Analyst John Amstrong sein: "Cisco macht die Technik einer größeren Kundenbasis schmackhaft."In der zweiten Jahreshälfte dürfte es mehr und mehr Kunden geben, die Gigabit-Ethernet-Produkte in großen Stückzahlen ordern, so der Dataquest-Manager.

Von Ciscos Renommee bei der zahlungskräftigen Networking-Kundschaft kann Intel derzeit nur träumen.Immerhin versuchen die Netzwerker des Chipherstellers, am Sockel des Router-Marktführers zu rütteln.Helfen sollen Gigabit-Ethernet-Produkte, mit denen Intel erstmals über den Markt für kleine und mittlere Unternehmen hinausstoßen will.

Das erste Produkt in dieser ehrgeizigen Strategie ist ein dedizierter Acht-Port-Switch.Das Gerät, das erst Mitte des Jahres erscheinen soll, wurde unter Mithilfe der Cisco-Tochter Granite entwickelt.Cisco räumte Intel großzügig Zugriff auf die Gigabit-Ethernet-Technik ein, was die Wettbewerber 3Com, Cabletron und Bay Networks jedoch wenig beunruhigt.Auch als erfolgreicher Prozessorhersteller benötige Intel viel Zeit, um Erfahrungen im Backbone-Bereich zu sammeln.

Doch neben der Gigabit-Ethernet-Offerte arbeitet Intel zudem am Layer-3-Switching sowie an einem Router, der den WAN-Verkehr mit Intel-Komponenten im LAN verbindet.Alles in allem beobachten die Analysten interessiert die Anstrengungen der Netzwerker, insbesondere weil sich die Ankündigungen in die kürzlich bekanntgegebene Unternehmensstrategie einfügen (siehe CW Nr. 11 vom 12.März 1998, Seite 45: "Intel stellt Marketing-Strategie für Networking vor").