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13.12.2002 - 

Angeblich niedrigere TCO als die Konkurrenten

Cisco verteidigt Preisstrategie

13.12.2002
MÜNCHEN (IDG) - Gegen den Vorwurf, unter den Netzwerkanbietern der Teuerste zu sein, wehrt sich Cisco vehement. Betrachte man die Total Cost of Ownership (TCO), seien die eigenen Produktpreise in den vergangenen vier Jahren stark gesunken, so das Argument.

"Was zählt, ist TCO, nicht nur der Preis pro Port", verteidigte sich Charlie Giancarlo, Senior Vice President für Ciscos Produktentwicklung, vor amerikanischen Finanzanalysten. Als Beispiel nannte der Manager die Core-Switches seines Hauses, deren Durchschnittskosten seit 1998 um mehr als 90 Prozent gesunken seien. Der reine Anschaffungspreis eines Netzwerk-Device betrage typischerweise nur fünf bis 15 Prozent der TCO. Der Löwenanteil entfalle auf den IT-Betrieb und das Upgrading von Switch-Installationen, so Giancarlo.

Angesichts der schlechten Konjunkturlage und gekürzter IT-Budgets musste sich Cisco besonders in diesem Jahr den Vorwurf anhören, die Apotheke unter den Anbietern von Netzequipment zu sein. Mitarbeiter des Hauses berufen sich in solchen Situationen gerne auf die Servicequalitäten des Herstellers, die den Preis unterm Strich rechtfertigen würden. Doch diese Ansicht teilen manche Analysten nicht. Das TCO-Argument zähle viel, doch angesichts wachsender und vor allem günstigerer Konkurrenz falle es dem Hersteller zunehmend schwerer, Kunden zu überzeugen. Gartner-Experte Mark Fabbi etwa siedelt die Kosten für Cisco-Produkte zwischen 50 und 70 Prozent über denen der Wettbewerber an.

Als Beispiel berichtet Fabbi von einem US-amerikanischen Konzern, dessen kompletten Netzwerkaustausch Cisco mit 50 Millionen Dollar veranschlagte. Nachdem das Gegenangebot eines Konkurrenten nur 20 Millionen Dollar betrug, korrigierte Cisco seine Offerte auf 25 Millionen Dollar. Die Verärgerung des Anwenders war groß und Cisco aus dem Rennen. (ue)