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22.05.1992 - 

Terminal-Server, Router und Protokollübersetzer in einem Gerät

Cisco will den Markt mit neuer Server-Konzeption erschließen

BRÜSSEL (pi) - Der Internetworking-Spezialist Cisco Systems hat eine neue Server-Produktreihe vorgestellt, die vier unterschiedliche Server-Kommunikationsformen - vereint in einem Gerät - gewährleisten soll. Der für die Anwender interessante Aspekt: Trotz der zusätzlichen Features sind die Modelle nach Angaben des Unternehmens in der gleichen Preisklasse wie dedizierte Tenninal-Server angesiedelt.

Die Cisco-Communication-Server (CCS) bieten laut Hersteller erstmals in einem Gerät die Funktionen von Multiprotokoll-Terminal-Server, asynchronem (dial-up) Router, Gateway-Server (Protocol Translator) und Telecommuting-Server. Die neue CCS-Familie mit zwei Mitgliedern - der Steckkarte "500 CS" und der "ASM-CS"-Einheit mit neun Steckplätzen - ersetzt dabei Ciscos frühere Terminalgeneration, die über nur eine Server-Funktion verfügte.

Mit der Einführung der CCS-Produktlinie will die US-Company eine neue Produktära der "Communication Server" einläuten und Anwendern einen Multifunktions-Server zu - verglichen mit bisher notwendigen separaten Lösungen - günstigeren Konditionen anbieten. Dabei sollen Benutzer gleichzeitig auf Features zurückgreifen können, die wie etwa das OSPF-Protokoll sonst nur von High-end-Routern zur Verfügung gestellt werden. Über asynchrone Schnittstellen sind beispielsweise bis zu 112 Terminals (einschließlich X-Terminals), PCs, Drucker oder Modems an TCP/IP- oder LAT-Netze anschließbar.

Als Terminal-Server bietet die CCS-Einheit eine Palette an virtuellen Terminalprotokollen, einschließlich Telnet, Tn3270, Rlogin, LAT und X.25 PAD. Anwender haben die Möglichkeit, mehrere Sessions zu fahren und zwischen diesen umzuschalten. In IBM-Umgebungen kann beispielsweise ein Standard-ASCII-Terminal einen 3270-Terminal emulieren und über ein IP-Netz auf einen IBM-Host zugreifen.

Bei DEC-Installationen werden Cisco Systems zufolge Terminalverbindungen zu VM-Großrechnern unterstützt. Ein neues X.25-PAD-Merkmal, bei den ASM-CS-Modellen in Verbindung mit einer asynchronen Schnittstelle verfügbar, ermöglicht eine direkte Verbindung zwischen Terminals und X.25-Hosts über ein X.25-Netz, ohne daß ein zusätzlicher X.25-PAD benötigt wird.

Darüber hinaus werden die Industriestandard-Protokolle OSPF, IGRP, RIP, EGP und BGB unterstützt, übersetzt und die entsprechenden Routing-Informationen frei verteilt. Zusätzlich beinhalten die CCS-Komponenten auch Merkmale wie Zugriffslisten für unterschiedliche Sicherheitsstufen, Priority Output Queuing und IP-Accounting.

Als Einstiegsmodell in die CCS-Familie dient die Einfachkarte CS-500 mit acht oder 16 asynchronen Ports und einem 2-MB-Standardspeicher, der laut Anbieter auf 4 oder 10 MB erweitert werden kann. Basierend auf einem MC68331-Prozessor, realisiert die Karte RS232- und RS-423-Kommunikation und kontrolliert per Hard- und Software den Durchsatz. Die ASM-CS-Einheit hat neun Steckplätze, kann modular auf bis zu 112 Ports aufgerüstet werden und bietet sowohl eine Auswahl an Prozessor-Karten (MC68020 mit 4 MB Speicher oder MC68040 mit 16 MB) als auch an synchronen, seriellen, Ethernet- oder Token-Ring-Interfaces und Flash Memory.