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Ciscos Perspektive enttäuscht trotz eines guten Quartals

11.11.2004
Der Netzwerkprimus steigerte Umsatz und Profit, doch überzogene Erwartungen erhielten einen Dämpfer.

Die Zahlen von Ciscos erstem Fiskalquartal (Ende: 30. Oktober) waren gut, aber die Wallstreet-Analysten hatten sich mehr erwartet. Dies galt vor allem für die kurzfristigen Prognosen des Konzerns, die nur verhalten ausfielen. So stieg der Umsatz im jüngsten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 5,97 Milliarden Dollar, doch verglichen mit dem direkten Vorquartal wuchs Cisco lediglich um ein Prozent. Hier lag das Management im Rahmen der eigenen Prognosen, während Analysten minimal mehr erwartet hatten.

Etwas schwächer als erhofft soll Cisco zufolge das aktuelle Fiskalquartal verlaufen, in dem ein Umsatzanstieg von zwölf bis 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingeplant ist. Sequenziell kalkuliert der Konzern mit einem Zuwachs von einem bis drei Prozent, derweil die Wallstreet drei Prozent erwartet hatte. Der Netzwerkriese hielt zuletzt die Kosten im Griff. Unter dem Strich belief sich der Nettogewinn auf 1,4 Milliarden Dollar, 29 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.

In einer Analystenkonferenz sagte Firmenchef John Chambers, er gehe nicht davon aus, dass Kunden zum Ende des Jahres ihr restliches Budget um jeden Preis ausgeben würden. Auf längere Sicht gab sich der CEO jedoch optimistisch, obwohl er in den kommenden zehn Jahren mit einem steigenden Wettbewerbsdruck durch asiatische - speziell chinesische - Konkurrenten rechnet.

Kontern will Cisco damit, dass die Netzkomponenten mit zusätzlicher "Intelligenz" angereichert werden, um dem Preiskampf auf der reinen Hardwareebene zu entgehen. Beispiele hierfür wären neue Funktionen zur Verschlüsselung von Datenströmen und die Virtualisierung von Speichern. Genügend Geld, um diese Intelligenz zu entwickeln beziehungsweise einzukaufen, wäre vorhanden: Trotz umfangreicher Rückkäufe eigener Aktien besitzt Cisco kurzfristig verfügbare Mittel in Höhe von 17,7 Milliarden Dollar. Die Börse war dennoch unzufrieden. (ajf)