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04.04.2003 - 

Metaframe wird vom Produkt- zum Markennamen für ein größeres Portfolio

Citrix erweitert die Zugriffsmöglichkeiten

MÜNCHEN (ls) - Citrix Systems baut sein Angebot zu einer "Access Suite" aus, deren Kernprodukt ein "Presentation Server" ist, bisher bekannt als "Metaframe". Hinzu kommen Lösungen für einen Web-basierenden Zugriff auf Informationen, für das Bearbeiten von Dokumenten im Team sowie eine Single-Sign-on-Lösung.

Im Kern des Citrix-Angebots für Server-gestütztes Computing hat sich mit dem "Feature Release 3" nicht viel geändert. Hinzugekommen sind kleinere neue Funktionen wie eine bessere Einbindung von Browser- und Web-basierenden Anwendungen. Auffälliger ist eine Namensänderung: "Metaframe XP" erhält den Zusatz Presentation Server. Das XP-Kürzel steht für "Extended Platform" und bezieht sich nicht auf die gleichnamige Microsoft-Plattform. Die Citrix-Basiskomponente ist vielmehr für den Einsatz mit Windows 2000 Server zertifiziert und wird mit dem Erscheinen von Windows Server 2003 auch für diese Umgebung freigegeben. Es gibt wie bisher die drei Varianten XPs, XPa und XPe für kleinere über mittelgroße bis zu großen Installationen.

Das Pendant für Sparc-Solaris 9, HP-UX 11i sowie AIX 5.1 und 5.2 trägt die Bezeichnung "Metaframe Unix Presentation Server 1.2". Eine Variante für Linux ist nicht vorgesehen. Hier bleibt es beim Linux-Client der "Independent Computing Architecture" (ICA). Andere Server, wie IBMs I-Series (vormals AS/400), lassen sich über den SNA-Gateway einbinden.

Die neuen Produkte der Access Suite sind durchweg an den XP Presentation Server gebunden. Allerdings lassen sich Unix-Applikationen und -Dokumente integrieren.

Das erste Element der Suite ist der "Secure Access Manager". Dies ist der Nachfolger des Application-Portals "Nfuse Elite". Über eine Browser-basierende Oberfläche kann der Anwender auf hauseigene Anwendungen, Datenbanken oder Dokumente ebenso zugreifen wie auf externe Informationsquellen, zum Beispiel Web-Seiten oder -Services. Das ist auch von außerhalb eines Unternehmens via Internet möglich. Dabei ist die Einrichtung eines geschützten Virtual Private Network (VPN) nicht nötig, für die sichere Übertragung sorgt eine SSL/TLS-Verschlüsselung, die den Datenstrom mit bis zu 168 Bit codiert.

Auf welche internen Informationsquellen die Anwender zugreifen dürfen, können Administratoren rollenspezifisch oder individuell für jeden einzelnen Mitarbeiter festlegen. Der Aufwand dafür ist nach Citrix-Angaben minimal. Die Anwender haben die Möglichkeit, auf ihrem Bildschirm interne und externe Programme und Quellen gemischt so aufzubauen, wie es ihren Berufsanforderungen am besten entspricht.

Die zwei nächsten neuen Produkte im Rahmen der Access Suite hat Citrix fertig gestellt, sie werden ab Anfang Mai dieses Jahres erhältlich sein. Dies ist zum einen der "Password Manager". Er bietet Single-Sign-on-Zugang zu Windows-, Web- und Host-basierenden sowie proprietären Anwendungen in einer Metaframe-Umgebung. Die Lösung loggt Anwender automatisch in alle ihnen freigegebenen Systeme ein und erledigt selbständig wiederkehrende Prozesse wie die Erneuerung von Passworten. Dadurch soll die Zahl der Passwort-bezogenen Anrufe beim User-Support deutlich reduziert werden.

Das zweite im Mai kommende Produkt ist der "Conferencing Manager", der eine Funktion mit sich bringt, die normale Groupware-Lösungen vermissen lassen. Das auf den XP Presentation Server aufsetzende Produkt ist mit Microsofts Outlook gekoppelt. Es ermöglicht Teams, zeitgleich gemeinsam mit ein und demselben Dokument zu arbeiten, auch wenn die Mitglieder sich an unterschiedlichen Orten befinden. Wer letztlich abschließende Schreibrechte hat, ist nicht vorgegeben. Weil alle Teammitglieder ihre normale Verbindung zum Metaframe-Server nutzen, ist vorab keine Verständigung über Netzverbindungen, Standorte oder Endgeräte notwendig.

Der vierte Bereich neuer Anwendungen, den Citrix ankündigt, sind vage zusammengefasste "Technologien für mobile Anwender". Welche Produkte in dieser Kategorie zu erwarten sind, ist nach Auskunft eines Citrix-Mitarbeiters "noch nicht spruchreif", weil "noch keine detaillierte Roadmap" vorliegt. Es gehe im Wesentlichen um "eine bessere Einbindung mobiler Clients", wobei die Nutzbarkeit von Handys im Vordergrund zu stehen scheint.

Abb: Metaframe Access Suite

Die neuen Citrix-Produkte sollen externe Anwender besser einbinden. Quelle: Citrix