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29.10.2007 - 

Rückblick auf das iForum in Las Vegas

Citrix Virtualisierungspläne stehen

Mit welchen Virtualisierungsprodukten und -strategien Partner und Kunden künftig rechnen können, machte Citrix auf der Hausmesse "iForum" in Las Vegas klar.

Von Wolfgang Leierseder

Mitte August dieses Jahres kaufte Server-based-Computer-Spezialist Citrix den Virtualisierungsanbieter Xensource. Jetzt gab Citrix auf der gerade stattfindenden Hausmesse "iForum" in Las Vegas bekannt, man habe die Übernahme abgeschlossen und sei nunmehr dabei, eigene Virtualisierungsprodukte unter dem Namen "XenServer" und "XenDesktop" auf den Markt zu bringen. Die Serversoftware wird ab sofort über "ausgewählte" Händler vertrieben. Zudem plane Citrix, eine Expresslösung für Stand-alone-Server in den Markt zu bringen. Spätestens Mitte 2008 sei die Desktop-Virtualisierungslösung XenDesktop erhältlich.

Zudem wird Citrix in seinen "Presentation Server" ein neues Werkzeug namens "SmartAuditor" einbauen. Mit diesem können Applikationen unter diversen Aspekten wie zum Beispiel Monitoring, laufende Session und Zurückverfolgen aller Sessions gemanagt werden. Eigenen Angaben zufolge beinahe untergegangen ist die Produktankündigung von "EasyCall", einer skalierbaren Telefonlösung für eine Reihe von Geschäftsapplikationen. Citrix wird sie in seine Software NetScaler für Web-Applikationen (Platinum Edition) und den Citrix Presentation Server für Windows einbauen. Ihr Nutzwert: Ein User findet die gesuchte Telefonnummer in einer Unternehmensapplikation und kann sie durch einfaches Klicken anwählen.

Das Unternehmen gab ferner bekannt, die neue Abteilung "Virtualization & Management" bestehe aus den Mitarbeitern der für rund 500 Millionen Dollar übernommenen Xensource.

Des Weiteren brachte Citrix in Las Vegas Partner ins Spiel. So werde im ersten Quartal 2008 PC-Anbieter Dell erste Server mit vorinstalliertem XenServer ausliefern. Zudem werde man zusammen mit Hewlett-Packard eine energiesparende Datencenterlösung namens "PowerSmart" in den Markt bringen. Kunden, so Citrix, erhalten diese Lösung auf HPs x86-Servern "Proliant" und Blade-Servern. Zudem wird HP Wiederverkäufer der Virtualisierungssoftware.

Was Microsoft angeht, unterstrich Citrix seine starke Partnerschaft mit dem Redmonder Riesen und versprach eine reibungslose Zusammenarbeit mit dessen im nächsten Jahr erscheinenden Virtualisierungs-Tool Windows Hypervisor "Viridian". Beobachter indes überlegten, ob Microsoft dann auch Citrix mit dem notwendigen internen Support versorgen werde, der bislang für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Softwareanbietern entscheidend war.

Citrix-Chef Mark Templeton (r.) und Peter Blum, Citrix XenSource Engineer, stellen den XenServer vor.
Citrix-Chef Mark Templeton (r.) und Peter Blum, Citrix XenSource Engineer, stellen den XenServer vor.

Eigenen Angaben zufolge fördert Citrix weiterhin das Open-Source-Projekt Xen wozu es gemäß der für Open-Source-Produkte verbindlichen GPL verpflichtet ist. Dennoch bleibt offen, wie die bisherigen Xen-Beiträger IBM, Dell, AMD und HP auf darauf reagieren werden. Immerhin wollen die genannten Firmen die zugrunde liegende Virtualisierungs-Engine Xen weiterentwickeln.

Meinung des Redakteurs

Die Geschwindigkeit, mit der Citrix in den Virtualisierungs-markt drängt, zeigt, dass der VMware-Konkurrent seine Chance wittert. Zumal Citrix sagen kann, auf gleicher Augen-höhe agieren zu können. Das Angebot für Unternehmen umfasst Server, Applikations- und demnächst Desktop-Virtualisie-rung. Für Unternehmenskunden und Partner heißt das: Sie haben nun erfreulicherweise die Wahl zwischen zwei starken Anbietern.