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18.03.1988 - 

Candle weiter auf Performance-Pfad in der IBM-Welt:

CL-Supersession kooperiert mit Netview

MÜNCHEN (bi) - Ein Produkt und die passende Manpower zugleich akquirierte kürzlich die Candle Corp. in Chicago vom Softwarehaus Netserve. Entwicklerteam und Supportmannschaft sind zirka 40 Personen: das Produkt. die Netzmanagement-Software CL/VTAM, zielt ausschließlich auf den Großrechnerbereich und hier wiederum auf alle großen VTAM-Anwender.

CL/VTAM (CL = Candle Light), eine "vierköpfige" Familie integrierter Softwareprodukte, soll interaktive Vorgänge in ihrer Online-Host-Systemumgebung beschleunigen und automatisieren. Ohne Zugeständnisse bei der Datendurchsicht machen zu müssen, werde der Benutzerzugriff auf Anwendungen und Online-Subsysteme schlüssiger und einfacher. Über einen umfangreichen "Dialogmanager" sei es für alle VTAM-Subsysteme wie etwa IMS, CICS und VM möglich, sowohl die Produktivität als auch den Netzzugang zu verbessern. Eine spezielle prozedurale Hochsprache namens SSPL (Structure Session Procedure Language) in dem Englischen ähnlicher Syntax wird zur Beschreibung der anwenderspezifischen Bildschirmformate und -prozeduren verwendet.

Das Produkt ist seit fünf Wochen im Vertrieb; elf Pilotanwender testen derzeit die unterschiedlichen "Familiemitglieder", darunter auch, so der deutsche Candle-Vize Gerhard Merkel, die Daimler-Benz AG.

Stärkster Candle-Kunde aber sei derzeit IBM selbst- mit Netview konkurriere Candle Light nicht, vielmehr ergänze die Netzmanagement-Software aus Chicago das strategische Produkt Netview der IBM, es baue auf dessen RMF (Ressource Management Facility) auf.

Auf VTAM-Applikationen kann auch über Nicht-IBM- oder Value-Added-Networks hinweg zugegriffen werden; dafür gibt es einen passenden 3270-Bufferservice. Ferner könnten alle von einem Initiator eingeleiteten Bildschirmaktivitäten mittels Netzwerk-Konferenzeinrichtung beobachtet werden. Wie Candle betont, seien im Hinblick auf Gesamt-Systemleistung oder -Durchsatz keine Kompromisse notwendig.

In Österreich auch für Comparex

Bis Mitte dieses Jahres berechnen die Münchner "Einführungspreise", und zwar für - CL/Gateway for MVS und CL/Gateway for MVS einschließlich der Unterstützung für den Multisession-Zugriff (CL/Supersession) pro CPU rund 50 000 Mark, wobei die Gateway-Kosten nur 10 000 Mark betragen. Für CL/Conference mit seinen zahlreichen Help-Funktionen sind etwa 20 000 Mark zu berappen.

Die US-amerikanische Mutter und die organisatorische Einheit "Candle Europe" - samt deutscher Tochter--legten im vergangenen Jahr beim Umsatz kräftig zu: In Europa um mehr als die avisierten 51 Prozent das heißt von 16,4 auf 25 Millionen Dollar; die für die Bundesrepublik Österreich, die Schweiz und Liechtenstein zuständige deutsche Candle GmbH allerdings steigerte sich mit "nur" 15 Prozent auf "nur" 17 Millionen Mark. Weltweit will Candle es in diesem Jahr auf der Vorjahresbasis von 81 Millionen auf 100 Millionen Dollar Umsatz bringen. Bill MacDonald, Candles European Managing Director, äußerte jetzt in München die Erwartung, daß die europäischen Töchter im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von insgesamt 35 Prozent auf die Beine stellen.

Nicht zuletzt die Vertriebsrechte, die Comparex der Candle-Crew für den Österreichischen Markt übertragen hat, sollen zu einem günstigen Ergebnis beitragen. Bisher habe sich dieser Mainframe-Akquisitionspfad auch für Candle-Produkte bereits günstig ausgewirkt. Für die wichtigsten europäischen Märkte sei die Zusammenarbeit aber "keinesfalls ein Pilot".