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06.11.1992 - 

Potentielle Käufer bieten 1,5 Milliarden Dollar

Clayton & Dubilier übernimmt Low-Tech-Geschäft von IBM

NEW YORK (CW) - Die IBM Corp. hat nach langer Suche offenbar gutbetuchte Interessenten für ihre Geschäftsbereiche Schreibmaschinen, Tastaturen und Laserdrucker gefunden. Zumindest legte jetzt die auf Buy-outs spezialisierte New Yorker Finanzierungsgesellschaft Clayton & Dubilier ein Finanzierungskonzept für den von 2,3 auf 1,5 Milliarden Dollar reduzierten Kaufpreis vor.

Die von Clayton & Dubilier angeführte Investorengruppe wird einem Bericht des "Wall Street Journals" zufolge mit dem Ankauf von Anteilen im Wert von 375 Millionen Dollar die Kontrolle über die betreffenden IBM-Unternehmungen erhalten. Der Rest des Kaufpreises soll über ein Bankenkonsortium mit J. P. Morgan & Co. an der Spitze finanziert werden.

Zu dem Preisnachlaß in Höhe von 800 Millionen Dollar sei es gekommen, so das amerikanische Börsenblatt weiter, weil sich die Parteien darauf geeinigt hätten, die Laserdrucker für Minicomputer aus dem bereits geschnürten Paket herauszunehmen.

Wird das Geschäft zu den skizzierten Bedingungen abgeschlossen, firmieren die drei betroffenen Geschäftsbereiche als eigenes Unternehmen, an dem die IBM Corp. dann noch mit rund zehn Prozent beteiligt ist. Als im vergangenen Sommer erstmals etwas von der Transaktion verlautete, gingen Beobachter noch von einem 20prozentigen Anteil aus, der bei IBM verbleiben würde.

Innerhalb des Konzerns generierten die Armonker mit ihrem Low-Tech-Business einen jährlichen Umsatz von etwa 1,8 Milliarden Dollar.

Obwohl die Profitabilität dieser Aktivitäten Insidern zufolge nicht exakt eingeschätzt werden kann, erklärte Clayton & Dubilier gegenüber ihren Banken, man erwarte einen jährlichen Betriebsgewinn von 223 Millionen Dollar.

Dabei spekuliert die New Yorker Gesellschaft besonders auf den Erfolg der in den letzten 15 Monaten vorgestellten IBM-Laserdrucker. Schließlich hatten die Armonker in dem noch von HP beherrschten PC-Drucker Sektor innerhalb eines Jahres einen Anteil von zehn Prozent an einem Markt erkämpft, der 1990 ein Volumen von weltweit etwa 3,5 Milliarden Dollar erreicht haben soll.

Durch entsprechende Verträge mit der IBM, die unter anderem vorsehen, daß man einziger Tastaturlieferant für Big Blue bleibt, ist der Umsatz der noch namenlosen Company fünf Jahre lang garantiert.