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06.10.1995

Client-Server-Applikationen von Oracle senken Kosten Neue Software soll den Xerox-Vertrieb ankurbeln

FRAMINGHAM (IDG) - Die Xerox Corp. will 200 Altanwendungen innerhalb des kommenden Jahres durch Standardsoftware von Oracle ersetzen. Diese Client-Server-Applikationen sollen zusammen mit einem selbstentwickelten Vertriebssystem bis zu einer Million Dollar pro Tag einsparen.

Die Ankuendigung von Xerox, auf die Applikationen des Software- Anbieters aus Redwood Shores, Kalifornien, zu bauen, bedeutet fuer die sieggewohnte SAP AG den Verlust eines Auftrags im Wert von 25 Millionen Dollar. Neben den Applikationen liefert Oracle noch das gleichnamige Datenbanksystem in der Version 7 und stellt ueber 60 Berater ab, die die kundenspezifische Anpassung des Systems bis Januar 1996 ueber die Buehne zu bringen haben. Parallel dazu arbeiten weitere 60 Oracle-Mitarbeiter an der Extraktion der Altdaten und bereiten sie fuer die Migration auf die neuen Applikationen vor. Ferner kuemmern sie sich um die Konfiguration und um Preismodelle sowie um Kunden- und Marketing-Datenbanken, die im laufenden Sales-Force-Automation-Projekt entwickelt werden.

Intern unterstuetzt das integrierte System als Teil einer rund 300 Millionen Dollar teuren unternehmensweiten Re-Engineering- Initiative weltweit alle Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungsprozesse des Unternehmens. Ferner gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die unternehmensweiten Applikationen hohe Produktivitaetsgewinne bringen und die Umschlagszeiten (Cycle-Times) signifikant verkuerzen. Durch diese Faktoren koennte das Unternehmen pro Tag bis zu einer Million Dollar sparen.

Ausserdem setzt der Konzern darauf, im Rahmen der Vertriebsautomatisierung Unternehmens- und Kundeninformationen an den Schreibtisch eines jeden Vertriebsmitarbeiters zu bringen. "Xerox wird mit diesem System in der Lage sein, die Verkaeufer draussen mit allen Informationen zu versorgen, die sie brauchen", freut sich Bill Pittman, Corporate Vice-President von Xerox. Heute verbraechten die Vertriebsbeauftragten 30 Prozent ihrer Zeit damit, Informationen zu finden, die in mehreren Systemen gespeichert sind.

"Die Arbeit von 35000 der insgesamt 85000 Xerox-Mitarbeiter wird sich durch das neue System veraendern", berichtet Pittman weiter. Schon deshalb handele es sich um eines der ehrgeizigsten und breitangelegtesten IT-Projekte ueberhaupt. Er raeumt allerdings auch ein, dass ihm der enge Zeitrahmen von nur einem Jahr einige "schlaflose Naechte" beschert: "Wir riskieren viel."

Es sei noch nicht ganz klar, ob alle Vorteile, die das neue System theoretisch biete, auch genutzt werden koennen. So muss Xerox noch verschiedene Integrationsprobleme loesen, die aufgetaucht sind, seit rund 4000 Vertriebsmitarbeiter mit Laptops arbeiten. Zur Zeit testen VBs in Toronto, London und Boston verschiedene proprietaere Tools, die im Zuge des Sales-Force-Automation- Projekts entwickelt wurden. Dazu gehoeren der remote Zugang zu Kundendatenbanken und E- Mail.

Wenn alles nach Plan verlaeuft, werden diese Front-end-Tools bis September 1996 allen Vertriebsbeauftragten in den USA zur Verfuegung stehen. 1997 soll das vollintegrierte System Schritt fuer Schritt auch in anderen Laendern implementiert werden.