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08.03.1991 - 

Salzburger Sparkasse realisiert Unix-Projekt (Teil 1)

Client-Server-Architektur: Eine Bank riskiert die DV-NeuordnungAls einen der ersten Bankinstitute überhaupt hat sich die Salzburger Sparkasse dazu durchgerungen, eine durchgängige Client-Server-Architektur auf der Basis des Betriebssystems Unix einzuführe

e (Posix), Unix (OSF, Unix International), Kommunikation (ISO/OSI), Sicherheit (Orange Book), Datenbankschnittstelle (SQL Committee), Benutzeroberfläche (X/Windows) etc.

Bezeichnend ist, daß die größten Anwender weltweit, wie die amerikanische Regierung und das Verteidigungsministerium, EG-Organe und Großkunden aus Industrie und Verwaltung ihre Entscheidungsträger streng zur Einhaltung der Standards bei Beschaffung der Computersysteme verpflichtet haben.

Daß die Anwender trotzdem ihre Unabhängigkeit nie erreichen dürften, liegt in der Notwendigkeit, gute und komplexe Werkzeuge verwenden zu müssen.

Ohne diese ist keine ernsthafte Anwendungsentwicklung möglich, und durch sie wird man wieder von einem Softwarehersteller abhängig. Die Standardisierung hier wird wesentlich schwieriger, wenn nicht unmöglich sein. Trotzdem redublem erheblich.

Wenn jemand ein Konzept für eine zukünftige dezentrale Umgebung ausarbeiten will, ist es seine Pflicht, durch Studium der Konzepte anderer Anwender zu versuchen, so wenig Fehler wie möglich zuzulassen. Wir waren im Jahre 1987 in einer schwierigen Situation. Alle Großanwender in Banken standen im Umbruch zwischen Altem und Neuem - Erfahrungen gab es keine, nur einen unbegründeten Glauben an OS/2.

Erschwerend kommt dazu die Geheimhaltung, die weltweit von großen (Bank-)Anwendern in Fragen des Client/Server-Konzeptes ausgeübt wird: Schon aus dieser Tatsache kann abgeleitet werden, welche strategische Bedeutung man den neuen Konzepten zumißt. Die bis jetzt entstandenen Lösungen können wir in zwei Gruppen teilen: Die erste Gruppe hat ihre Banklösungen unter einem Unix-Server mit unintelligenten Terminals oder PCs im Emulationsmodus implementiert, die zweite Gruppe wartet - noch immer.

Man hat zwar OS/2-Lösungen angekündigt, wir kennen aber bis heute keine Implementierung im Echtbetrieb. Vielmehr basieren alle im Zeitraum von 1987 bis 1990 abgeschlossenen Projekte ausschließlich auf

Unix. Das zeigen Beispiele aus Belgien, England, Italien, Schweden und Osterreich. Die strategischen Überlegungen, die wir bis jetzt angeführt haben, lassen auch keine andere Lösung zu. (wird fortgesetzt)