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03.06.1994

Client-Server-Loesung fuer die Belegerfassung Die Schweizer Post erteilt Olivetti einen Grossauftrag

MUENCHEN (hv) - Die Schweizer Post wird den Zahlungsverkehr in ihren Geschaeftsstellen und Giroaemtern automatisieren. In zwei Grossprojekten geht es darum, Systeme einzufuehren, mit denen sich Zahlungsbelege per Bildverarbeitung erfassen und an PCs bearbeiten beziehunsgweise komplettieren lassen.

"Bis 1997 werden wir 535 Postaemter mit rund 1800 Schaltern DV- technisch ausruesten", beschreibt Peter Gammeter die Dimension des einen Projektes. Zwar werde die Schweizer Post die Projektleitung nicht aus der Hand geben, so der Sektionschef Systementwicklung, doch Olivetti sei fuer die hard- und softwaretechnische Realisierung in einer ersten Phase verantwortlich.

Die Schweizer Olivetti-Niederlassung wird mit Hilfe der 4GL- Entwicklungssoftware SQL Windows von Gupta Anwendungen fuer die Erfassung und Interpretation von Zahlungsbelegen in den Poststellen entwickeln. Dabei haben sich die Eidgenossen fuer eine Loesung entschieden, in der die heute noch nicht vollstaendig standardisierten Belege per Scanner am jeweiligen Schalter eingelesen, digitalisiert und interpretiert (OCR-B) werden. Eine vollstaendige Schrifterkennung, wie sie hierzulande bereits mehrfach realisiert wurde, peilt die Schweizer Post laut Gammeter erst in einer spaeteren Phase an.

Die Client-Anwendungen unter Windows greifen jeweils auf einen Olivetti-Server in der Poststelle zu, der unter Unix V.4 laeuft und mit einer Oracle-Datenbank ausgestattet ist. Diese Server stehen in Verbindung zum Rechenzentrum "Zahlungsverkehr PTT" in Bern. Erfassung und Berarbeitung der jaehrlich knapp 200 Millionen Zahlungsbelege erfolgen dezentral in den Poststellen.

Das zweite Projekt, mit dem sich die Schweizer Post beschaeftigt, betrifft die vollstaendige Automatisierung des Zahlungsverkehrs und damit die Zusammenlegung der landesweit 25 Giroaemter, die in sechs etwa gleich grosse Verarbeitungszentren konzentriert werden. Auch hier ist die Belegerfassung auf Client-Server-Basis vorgesehen, wobei das Einlesen mittels Hochleistungs-Beleglesern erfolgt. Die Reorganisation des Girodienstes betrifft die Konten von allen rund 1,5 Millionen Kunden und die Erfassung und Bearbeitung von rund 150 Millionen Zahlungsbelegen pro Jahr.

Zur Realisierung dieses Projektes arbeitet die Schweizer Post mit dem Berner Systemhaus Paranor AG als voll verantwortlichem Generalunternehmer zusammen. Olivetti sitzt mit der Loesung fuer die Belegerfassung, die gemeinsam mit Gupta und Oracle realisiert wurde, auch hier als Subunternehmer mit im Boot. "Fuer uns war das Angebot des gesamten Systems fuer die Automatisierung des Zahlungsverkehrs entscheidend", begruendet Gammeter die Wahl des Lieferanten.