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Studie von Forrester Research Inc. macht es deutlich


06.09.1991 - 

Client-Server: Noch haben Anwender Berührungsängste

CAMBRIDGE (IDG) - Schlechtes Marketing seitens der Anbieter fährt dazu, daß sich die Client-Server-Technologie langsamer verbreitet als vielerorts erwartet. Eine Studie der Forrester Research Inc., Cambridge/Massachusetts, beschreibt, welche Kategorien von Werkzeugen sich innerhalb der nächsten fünf Jahre durchsetzen dürften.

"Anbieter entsprechender Tools haben es bisher nicht verstanden, deutlich zu machen, wie ihre Produkte eigentlich funktionieren", kritisiert Stuart Woodring, Analyst bei Forrester und Co-Autor des Reports. "Das Resultat: Zum Teil wirklich hervorragende Werkzeuge, die im letzten Jahr auf den Markt gekommen sind, wurden von den 1000 größten US-Unternehmen kaum wahrgenommen."

Drei Kategorien von Tools

Drei Kategorien von Tools werden sich laut Forrester in den nächsten fünf Jahren durchsetzen. Zur ersten Gruppe gehören sogenannte Face-Lifter-Programme, mit denen bestehende Host-Anwendungen optimiert werden können. Dazu werden Programmbereiche, die für den Bildschirmaufbau nötig sind, vom Host auf Client-Workstations heruntergeladen. Programme wie IBMs Transaktionsmonitor CICS erhalten eine völlig neue leicht zu bedienende grafische Benutzeroberfläche, die Anwendern dabei hilft, ihre vorhandenen Programme sukzessive auf Client-Server-Ansprüche umzustellen.

Produkte, die zu dieser Kategorie gehören, sind nach Einschätzung der Analysten unter anderem "Easel" von der Easel Corp., "Choreographer" von Guidance Technologies, "Applications Manager" von der Intelligent Environments Inc., "Mozart" von der Mozart Systems Corp., "Infront" von der Multi Soft Inc. und "Flashpoint" von Viewpoint Systems.

Werkzeuge, mit denen sich Desktop-Anwendungen als Clients für einen Datenbankserver nutzen lassen, sind die zweite Kategorie von Anwendungen, die laut Forrester Zukunft haben. Über das Produkt "Datalens" von Lotus haben zum Beispiel Benutzer des Spreadsheets 1-2-3 Zugriff auf eine Reihe SQL-basierter Datenbanksysteme, darunter Ingres, Informix, Oracle und Sybase. Auch Borlands Paradox-SQL-Verbindung erlaubt Anwendern den Zugriff auf SQL-Datenbanken.

Eine dritte Gruppe von Anwendungen, die exakt auf besondere Geschäftsbedürfnisse eines Unternehmens zugeschnitten sind, können laut Studie nur als LAN-basierte Client-Server-Anwendungen von Grund auf neu entwickelt werden. Entsprechende Front-end-Programme lassen sich nach Einschätzung der Analysten mit objektorientierten Programmiersprachen wie C + + sowie mit Toolsets, wie sie von Unternehmen wie Sybase, Oracle oder Gupta angeboten werden, entwickeln.

Auch herstellerunabhängige Werkzeuge wie "Powerbuilder" von der Powersoft Corp. oder "Ellipse" von der Cooperative Solutions eröffnen hier Alternativen. Allerdings, so geben die Marktforscher zu bedenken, muß sich der Anwender auf ein sehr komplexes und schwieriges Entwicklungsprojekt einlassen.