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23.04.2009

"Cloud Computing ist ein Sicherheitsalbtraum"

Katharina Friedmann
Mit dem Vertrieb von Rechenleistung als im Internet verfügbare Services wird Security ein hartes Stück Arbeit, warnt Cisco-CEO John Chambers.

Wenn jemand Grund hat, im Hinblick auf Cloud Computing enthusiastisch zu sein, dann John Chambers. Es handelt sich dabei um eine unausweichliche Entwicklung, statuierte der CEO des Netzausrüsters auf der RSA Conference in San Francisco. "Sicherheit ist in diesem Kontext allerdings ein Albtraum und lässt sich nicht mehr auf traditionelle Weise handhaben", räumte Chambers ein. Man werde keinen blassen Schimmer davon haben, was sich im Firmenrechenzentrum befinde.

Cloud Computing gehörte zu den heißen Themen der diesjährigen amerikanischen Sicherheitskonferenz. Während sich Größen wie Cisco und IBM dem Thema ausführlich widmeten, erwarteten Sicherheitsexperten hier jede Menge Arbeit. "Hier wird wohl unser Hauptfokus im Cyber-Security-Umfeld liegen", so Ronald Rivest, MIT-Professor im Bereich Computerwissenschaften. "Cloud Computing – das klingt so wundervoll und sicher – man muss sich die Terminologie bewusst machen", rät der Wissenschaftler, aus dessen Sicht die Bezeichnung "Sumpf-Computing" der Sache näher kommt. Im Hinblick auf die Zukunft von Cloud Computing ist Rivest zwar optimistisch, hier Sicherheit zu gewährleisten, ist aus Sicht des Experten jedoch harte Arbeit.

Zu den Cloud-Skeptikern unter den Konferenzbesuchern zählt Kodak-CIO Bruce Jones: "Ich sehe in der Cloud keinen großen Vorteil für uns", so der IT-Chef, der vor allem Probleme hätte, die Kontrolle über sensible Daten an eine nebulöse Cloud-basierende Architektur abzugeben. Bei langfristigen IT-Projekten sei es vermutlich billiger, einfach die Hardware zu kaufen. Im kleinen Rahmen komme das Cloud-Konzept aber auch für Kodak in Frage – etwa bei einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das On-Demand-Skalierbarkeit erfordere. Möglich sei dies aber nur, solange die Vertraulichkeit der Daten keine Rolle spiele.

Der Trend zur Collaboration – sei es via Video, Web-2.0-Techniken oder Mobilgeräte – löse den Firmenrahmen tatsächlich auf, sagte Tom Gillis, Vice President Marketing bei Ciscos Technology Business Unit. "Die Vorstellung von Sicherheit als einer Linie, die man in den Sand zeichnet, ist damit endgültig überholt." (kf)