13.04.2012 - 

Capex versus Opex

Cloud Computing - was wirklich zählt

Als Chefreporter Online spürt Joachim Hackmann aktuelle Themen aus allen Segmenten der IT-Branche auf. Seine thematische Vorliebe gilt der IT-Servicebranche. Dazu zählen etwa Trends, Neuerungen, Produkte und Unternehmen aus den Bereichen Cloud Computing, XaaS, Offshoring und Outsourcing sowie System-Integration und Consulting. Zudem betreut er die Online-Rubrik "Mittelstand" und hält den Kontakt zur Xing-Lesergruppe.
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Die Migration von IT in die Cloud ersetzt Kapitalkosten (Capex) durch Betriebskosten (Opex). Aber macht das den IT-Betrieb günstiger?
Foto: Fotolia, Gina Sanders

Die Migration von IT in die Cloud ersetzt Kapitalkosten (Capex) durch Betriebskosten (Opex). Aber macht das den IT-Betrieb günstiger?
von Joachim Hackmann (Computerwoche-Redakteur)
Die Debatte um die wirtschaftlichen Vorteile des Cloud Computings wird intensiv geführt und spitzt sich häufig auf den Capex-Opex-Vergleich zu. Doch dieser Konflikt ist lediglich ein Vorwand dafür, den eigentlichen Widerspruch in der Unternehmens-IT zu verdecken, kritisiert IT-Berater Bernard Golden, CEO der auf Virtualisierungslösungen spezialisierten Consulting-Firma HyperStratus, in der US-amerikanischen CW-Schwesterpublikation "cio.com". Seinen Beitrag zum Thema haben wir hier für Sie dokumentiert.

"Hinter dem Capex- und Opex-Vergleich steht die strategische und nur schwer zu beantwortende Frage nach der Zukunft der IT: Wollen Unternehmen Betreiber und Eigentümer einer IT samt der dafür erforderlichen Anlagen und Installationen sein? Oder wollen Sie IT auf Anlagen und Installationen betreiben, die externen Providern gehören?

Immer noch versprechen Anlagen im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar und viele für den Betrieb und die Weiterentwicklung erforderliche Mitarbeiter dem IT-Verantwortlichen Prestige. Sie verleihen ihm jedenfalls mehr Bedeutung, als die Betreuung eines externen Providers, der mit einer mächtigen Installation samt Expertenmannschaft die IT für das Unternehmen betreibt. In einer ernsthaft betriebenen Cloud-Umgebung wäre es sogar konsequent, wenn man die Infrastruktur- und Betriebs-Teams komplett auflösen und die Steuerung sowie Kontrolle des externen IT-Lieferanten der Anwendungsbetreuung übergeben würde. Die IT-Betriebsmannschaft bliebe mit einem sich nach und nach reduzierenden Verantwortungsbereich und einer schwindenden Installationsbasis auf der Strecke.

So sähe eine konsequente Umsetzung aus. Dass es dazu selten kommt, nährt den Verdacht, dass die Debatte rund um die Kosten eigentlich von emotionalen Motiven ablenken möchte, der Capex-Opex-Vergleich wird als Kriegsschauplatz vorgeschoben. Wie auch immer, ein Großteil der Diskussion scheitert daran, die Implikationen der zwei grundverschiedenen Modelle zu ergründen, und die Debatten sparen auch aus, wie die Zukunft von IT-Applikationen in den zwei unterschiedlichen Betriebsmodelle aussieht.

Channel Sales Kongress "Cloud Computing"

Der Kongress findet am 9. Mai in München statt und vermittelt einen Überblick über Cloud-basierte Lösungen und Partnerprogramme, Praxisbeispiele sowie Tipps zur Vertragsgestaltung und zur Neuausrichtung des Partner-Geschäftsmodells für das Cloud-Business.

Vor Ort vertreten sind: Also Actebis, Akamai, Avnet, Hewlett-Packard, IBM, nfon, Sage Software, PFU (Fujitus Imaging Solutions), Samsung, Telekom und Vitec Distribution.

Infos und Anmeldung unter: www.channelpartner.de/events/cloud

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