Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

24.06.1983 - 

Digital Equipment entwickelt neues Konzept für die VAX-Familie:

Cluster soll erhöhte Verfügbarkeit bringen

MÜNCHEN (CW) - Ein neues Konzept für ihre VAX-Systeme entwickelte Digital Equipment und taufte es auf den Namen "VAXcluster". Hierbei handelt es sich DEC zufolge um ein lose verbundenes Multiprozessorsystem mit zentral verwalteten Datenbeständen. Ein VAXcluster kann maximal sechzehn Modelle 750, 780 oder 782 samt Speichersubsystemen umfassen. Der CI-Bus (Computer Interconnect) schafft die Verbindungen.

Die Ausfallsicherheit war laut Digital eine wichtige Überlegung, die zum Cluster-konzept führte. Störungen des Hostcomputers, der Laufwerkssteuerung oder der Plattenlaufwerke selbst führen nach Herstellerangaben nicht zum Totalausfall. Dies verhinderten mehrere Kopien des Betriebssystems im Duster.

Wesentlicher Bestandteil des neuen DEC-Konzeptes ist das Betriebssystem VMS. Es ermögliche den gemeinsamen Zugriff auf einzelne Dateien und Datensätze sowie die Integration weiterer Prozessoren in den Duster. Eine verteilte Lock-Management-Einrichtung, die VMS-Bestandteil ist, synchronisiere den Zugriff auf die Dateien. Aufgabe dieses Lock-Managers sei, mögliche Engpässe und Ausfälle, die durch miteinander konkurrierende Prozesse entstehen könnten, frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

Eine gemeinsame Protokolleinrichtung des Systems zeichnet alle Veränderungen der Dateien auf und gibt beispielsweise auch Hinweise darauf wie eine Datei nach System- oder Benutzerfehlern umzuorganisieren ist, um wieder zu einem gesicherten Status zu gelangen. Die Recovery-Einrichtung wiederum spezifiziert nach Digital-Angaben bestimmte Datenbankoperationen, die als in sich abgeschlossene Einheiten bearbeitet werden müssen. Sollte in einer Sequenz ein Fehler auftauchen, können die Dateien wieder in den alten Zustand versetzt werden.

Die Funktionen Checkpoint/Restart schließlich schützen rechenintensive Computerläufe vor dem Ausfall des Hostrechners. Durch Checkpoints im Anwendungsprogramm läßt sich bei Störungen der Verarbeitungszustand des letzten derartigen Punktes wiederherstellen. Die Verarbeitung kann dann an dieser Stelle weiterlaufen.

Der Computer-Intersonnect-Bus, der die Verbindung unter den Cluster-Komponenten herstellt, besteht aus je zwei Sende- und Empfangskabeln, von denen jedes eine Bandbreite von 70 Megabit pro Sekunde hat. Dieser Bus bedient bis zu 16 Netzknoten, von denen jeder eine VAX oder ein Speichersubsystem sein kann, das aus der Steuereinheit HSC50 mit einer Anschlußkapazität von maximal 24 Laufwerken besteht Als gemeinsamer Verbindungspunkt für alle Knoten innerhalb einer VAXcluster-Konfiguration ist der Star Coupler konzipiert, der CI-Kabel in ring- oder sternförmiger Anordnung mit einer Höchstlänge von 45 Metern benutzt.

Zur Speichersteuerung dient der Hierarchical Storage Controller (HSC50), ein eigenständiges Massenspeicher-Subsystem, das ein Interface für die Hostrechner und die Platteneinheiten darstellt. Der Controller entlastet beispielsweise den Host von Utilityfunktionen wie Dateispiegelung oder Backup. Derzeit verwaltet ein HSC50 bis zu vier Hostrechner.

Die DECnet-VAX-Kommunikationssoftware ist nach Angaben des Herstellers mit der Cluster-Systemsoftware kompatibel, so daß ein Cluster-Prozessor als Netzknoten in einem DECnet für große Entfernungen eingesetzt werden kann.