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14.08.1981 - 

JDS erwies sich als Krücke, und auch JDS II war nicht das ideale:

CMS und MVS/TSO kommen gegen Tone nicht an

KARLSRUHE - Zufriedenheit aufgrund der gesteigerten Produktivität seines Programmiererstabes, aber auch aufgrund der Stabilität der eingesetzten Entwicklungssoftware und der Effizienz der technischen Unterstützung kennzeichnet die Haltung von Joachim Kollwer, wenn er auf das eine Jahr zurückschaut, seit dem er "Tone" -Anwender ist. Koliwer leitet das Rechenzentrum der Karlsruher Landesbausparkasse (LBS); und Tone ist ein TSO-kompatibles Online-Programmiersystem, das die Düsseldorfer ESC Software GmbH vertreib.

Verbesserte Maschinennutzung schnellere Job-Turnaround-Zeiten und Einsparungen etwa im Verbrauch von Papier und Lochkarten sind weitere bei der LBS erreichte Nutzeffekte, die Koliwer auf die Tone-lnstallation zurückführt. Die Kalsruher fahren eine 3031 mit vier Megabyte unter OS/VS 1. Den Umfang der Plattenperipherie bezeichnet Koliwer als normal.

Anders sieht es mit dem ausgeprägten Online-Betrieb im Bausparkassen-RZ aus: 160 Bildschirme und 21 Remote-Terminals lassen es nicht zu, "die Maschine mehrmals herauf- und herunterlaufen zu lassen" (Koliwer).

An die zehn Analytiker und 15 Programmierer leitet Koliwer. Von den 15 Leuten im Rechenzentrum sind drei Programmierer und fünf Arbeitsvorbereiter - durchweg an Bildschirmen tätig. Auf Tone wurde Koliwer aufmerksam, als er ein System für die Online-Programmierung suchte, das möglichst viele TSO- und MVS-Eigenschaften bieten sollte und dabei unter VS 1 lauffähig sein mußte.

Zunächst offerierte man den Karlsruhern- sie fuhren damals noch eine /370-148- CMS unter VM. Doch die Nordbadener lehnten ab - aus Kapazitätsgründen und, wie Koliwer auch heute noch meint, vollkommen zu Recht. Der Wunsch nach Umstellung auf ein anderes Programmiersystem war entstanden, weil das ursprünglich unter IMS-Steuerung installierte JDS sich - so Koliwer- "als Krücke erwies und auch JDS II nicht das ideale war"

Konnte man unter JDS die Jobs weder verfolgen noch in sie eingreifen, so verursachte JDS II bei den LBS-Programmierern immer wieder Ärger, weil nur schwer erkennbar war, wann ein Job gelaufen war; dementsprechend häufig ließ der Listen-Output auf sich warten. Unter Tone (Version 3) ist das jetzt anders. Koliwer: Tritt bei einem Lauf ein JCL-Fehler auf, so kann man ihn sofort beobachten, und ein Listen-Output wird überflüssig.

Bei der LBS konnte auf diese Weise eine erhebliche Druckerentlastung erzielt werden, und die Turnaround-Zeiten stiegen im Vergleich zur JDS-Praxis von zwei pro. Tag auf acht bis zehn. Tone - und auch dies war für Koliwer ein Grund, sich gegen JDS und CMS zu entscheiden - ist zudem unabhängig von anderen Systemkomponenten und kann direkt auf OS-Dateien zugreifen.

Zugriffsbeschränkung

Ebenso bedeutsam war für die Karlsruher die Kompatibilität von Tone mit TSO. Koliwer dazu: "Wir können BTS online benutzen, wir können SPF einsetzen, wir werden auch APL implementieren - was unter anderen Produkten zumindest schwierig ist - und die Schnittstellenprogramme, die unter TSO laufen, sind eindeutig gleich zur Schnittstelle in Tone. MVS/TSO kam für die Karlsruher nicht in Betracht, weil bei den vorhandenen vier Megabyte und zehn bis 20 Pages pro Sekunde während der Spitzenbelastungszeiten dieser zusätzliche Systemoverhead kaum zu verkraften gewesen wäre.

Unter Tone, hat Koliwer festgestellt, wird in der gleichen Zeit mehr produziert als unter JDS, was er unter anderem auch auf die Tone-eigenen Exits zurückführt, mit denen man die Zugriffe beschränken kann. Eine Fragestellung nach der mit gestiegener :Softwareproduktion angewachsenen Fehlerrate der Programmierer hält Koliwer für unzulässig. Zu fragen sei allenfalls nach der Art und Weise, wie ein RZ-Chef seine Programmierer führe und sie von fehlerbringendem Streß freihalte.

Im LBS-RZ, peilt Koliwer über den Daumen, wird unter Tone dreimal so schnell gearbeitet wie früher unter JDS bei einer um zehn Prozent angestiegenen Fehlermenge. Das ergibt einen Faktor von immer noch über 2,5, meint Koliwer; und das sei für ihn wesentlich. Tone fördere so das intensive Arbeiten eines Programmierers an einem Projekt, was verglichen mit der parallelen Bearbeitung mehrerer Projekte unbedingt den Vorzug verdiene.