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20.08.2004 - 

Delta Softwares Score Adaptive Bridges erlauben modellgetriebene Host-Integration

Cobol-Anwendungen werden zum Service

20.08.2004

Die Bearbeitung einer Host-Schnittstelle mit Score Adaptive Bridges erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst gilt es in der "Discovery"-Phase, alle verfügbaren Informationen wie Cobol-Copybooks, aber auch möglicherweise formale Beschreibungen oder Sourcecode zu sammeln und in die Integrationssoftware zu laden. Eine vorhandene Dokumentation und Cobol-Kenntnisse sind dementsprechend die Voraussetzung, um weiterarbeiten zu können. In einer späteren Version von Score soll dies auch für die Arbeit mit C-Programmen möglich werden. Als Besonderheit werden in Score alle Informationen zu den Schnittstellen und deren Operationen als XML-Dokumente zentral verwaltet. Diese lassen sich laut Delta-Geschäftsführer Rüdiger Schilling auch exportieren, da die Beschreibung gemäß dem Standard Meta Object Facility (MOF) und ein Austausch über XML Metadata Exchange (XMI) erfolge.

In der "Composition"-Phase können Anwender mit Hilfe der Score-Werkzeuge und diverser Methoden die Schnittstellen modifizieren. Spätestens jetzt lässt sich entscheiden, welche Funktionen und Operationen der Schnittstellen man auf dem Server als Service benötigt beziehungsweise aus Sicherheitsüberlegungen heraus nicht freigeben will. Die Abbildung zwischen der Legacy-Sicht und dem neuen plattformunabhängigen Modell erfolgt über teilweise automatisierbare Mappings von Datenelementen, dem Umkopieren von Operationen und Ähnlichem.

Modelle und Code einfügen

Ebenso können Informationen wie etwa die Beschreibung eines Web-Service mit Hilfe der Web Services Description Language (WSDL) oder separat entworfene Modelle über XMI einbezogen werden. Ferner lässt sich Cobol-Code nachträglich schreiben und wie alle anderen Anpassungen einbringen. Als weitere Option können domänenspezifische Sprachen mit Score entwickelt werden, um das Modell weiter zu spezifizieren.

Interaktionen zwischen den künftigen Clients und dem Cobol-Server oder die Kombination von Operationen (Prozessen) in den Server-Schnittstellen zu einem Service werden in Score mit Hilfe des UML-Profils "Enterprise Distributed Object Computing" (Edoc) beschrieben. Edoc ist ein Standard der Object Management Group (OMG) und soll dabei helfen, plattformunabhängig Geschäftsanwendungen mit unterschiedlicher Granularität und Durchgängigkeit zwischen Implementierung, Spezifikation und Umsetzung eines Systems zu modellieren. Um Anwender vor der laut Schilling unnötig komplexen Edoc-Spezifikation zu bewahren, liefert Delta produktspezifsche Handbücher mit.

In der "Production"-Phase findet schließlich die technische Implementierung statt. Hierbei werden Server-seitig "Application Adapter" erzeugt, die alle Informationen enthalten, um die Legacy- als Serviceschnittstelle unabhängig von ihrer Transaktionsumgebung und Transportschicht darzustellen. Letztere wird in Score als eigener "Technology Adapter" generiert und ist beispielsweise für Systeme wie "Bea Tuxedo", "IBM Cics" oder aber auch für den Austausch von XML-Nachrichten erhältlich. Für den Client-Zugriff werden schließlich gekapselte Proxys erzeugt, die sich dem Client beispielsweise als Java-Klasse, C#-Klasse oder C-Schnittstelle darstellen. Zudem ist jetzt auch eine Integration mit Portalsoftware möglich.

Abb: Getrennte Sichten

Legacy-Schnittstellen lassen sich mit Score verwalten, bearbeiten und neu generieren. Dabei können sie mit diversen Transportschichten und Client-Anwendungen kombiniert werden. Quelle: Delta Software Technology