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11.07.2003 - 

Einsparungen durch Mainframe-Simulation

Cobol-Applikationen unter Windows

MÜNCHEN (pi) - Das ICS Competence Center der Bertelsmann Direct Group in Wien hat seine Cobol-Applikationen von einem IBM-Mainframe auf PC-Server migriert. Die Leistung des Großrechners ließ sich erhalten - zu deutlich reduzierten Kosten.

ICS Bertelsmann in Wien, das innerhalb des Bertelsmann-Konzerns Anwendungssoftware für eine Reihe von Buchclubs erstellt, sah sich aus geschäftlichen Gründen zu einer Erweiterung seiner zentralen Cobol-Applikationen gezwungen. Ein Ausbau der Anwendungssoftware hätte entweder erhebliche Aufwendungen für zusätzliche Hardware oder einen Plattformwechsel erfordert. Letzterem standen jedoch die hohen Investitionen, die in der Vergangenheit in die Applikationen gesteckt worden waren, entgegen.

ICS Bertelsmann entschied sich, von dem Mainframe-Betriebssystem VSE auf Windows zu migrieren. Dabei ließ sich eine Eins-zu-Eins-Übernahme der hauseigenen Cobol-Anwendungen auf die neue Plattform durch den Einsatz der Cics-Laufzeitumgebung von Micro Focus realisieren. Letztere simuliert den Mainframe zu 100 Prozent, so dass dessen bisherige Funktionalität weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung steht. Auch hinsichtlich Leistung und Stabilität mussten keine Abtriche gemacht werden - im Online-Betrieb sollen sich auf der PC-Plattform sogar bessere Werte erzielen lassen als bislang unter VSE.

"Wir haben Kosteneinsparungen von 50000 Euro pro Monat erzielt", so ICS-CIO Günter Bodner. Bei den Buchclubs in der französisch- und deutschsprachigen Schweiz ist die Umstellung bereits abgeschlossen. Weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. (kf)