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23.09.1977 - 

Isis-Katalog: Verteilung nach Programmiersprachen

Cobol-Dominanz besteht nur auf dem Papier

MÜNCHEN (de) - Wer zukunftsweisende Aussagen über die Entwicklung von Software-Systemen machen will, der ist gut beraten, die Anwendungshäufigkeit von Programmiersprachen als Gradmesser der eigenen Unfehlbarkeit zu nehmen. Damit scheint auf den ersten Blick kein Blamage-Risiko verbunden, propagieren doch die meisten Computer-Hersteller und Softwarehäuser seit Jahren fast nur noch "High Level Languages". So ist für einige Software-Ingenieure bereits beschlossene Sache, daß mit der nächsten Rechnergeneration umgangssprachlich verkehrt werden kann. Kaum eine Systempremiere auch in den letzten Jahren, bei der nicht das hohe Lied vom (Sprach-)Standard gesungen wurde - es lebe Cobol. Daß die von den Herstellern als "mündig" apostrophierten Anwender diesen Trend offensichtlich nicht geschlossen mitmachen wollen, darüber kann auch nicht hinwegtäuschen, daß mehr als die Hälfte, nämlich 52,3 Prozent, der im neuesten Isis Software-Report 2/77 verzeichneten 740 kommerziellen Programme in Cobol geschrieben sind (Tabelle 1). Denn diese Zahlen sagen lediglich etwas darüber aus, wie viele Programme in welcher Programmiersprache angeboten werden, nicht jedoch, wie oft sie im Einsatz sind. Wenn man bedenkt daß "gegen" IBM als Marktführer, der RPG und PL1 bevorzugt, auch die meisten "Alternativ-Programme" von unabhängigen Software-Herstellern verkauft werden dann wird deutlich, daß eine Cobol-Dominanz nur auf dem Papier besteht.