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29.07.1988 - 

4GL-Produkte sind Großanwendern schwierig näherzubringen:

Cobol kann zu neuen Ehren kommen

ESCHBORN (CW) - Mit Restrukturierungs-Tools könnte Cobol das geheime Lieblingskind der Programmierer - wieder hochaktuell werden. Allerdings bietet keines der heute angebotenen Produkte eine vollständige Automatisierung der Cobol-Applikation. Eine IDC-Studie untersuchte die Chancen solcher Tools auf dem US-Markt.

Nach IDC-Untersuchungen verwenden zur Zeit 95 Prozent aller amerikanischen MIS-Organisationen Cobol-Applikationen entweder "stark" oder "teilweise". Trotz ihrer Vorzüge müßten aber auch diese bewährten Applikationen überholt werden. Während der Lebensdauer einer Cobol-Anwendung entstehe eine Unzahl von Erweiterungen. Häufig, so meinen die IDC-Analysten, verleiht die kontinuierliche Wartung dem Programm eine Struktur, die einer Portion Spaghetti gleicht. Dies erschwere und verteuere die weitere Wartung und Anpassung.

Hier setzt die Einsatzmöglichkeit der Cobol-Restrukturierungs-Tools an. Die Überführung eines "zu Tode gewarteten" Programms in ein ordentliches und strukturiertes Format erlaube dessen weitere, effizientere Nutzung. IDC schätzt, daß weltweit 20 000 bis 25 000 potentielle Anwender für diese Software-Tools existieren.

Solche Tools wurden erstmals 1984 als Stand-alone-Programme vorgestellt. Heute sind im wesentlichen vier Produkte auf dem US-Markt. Den Erfolg des IBM-Produkts "Cobol/SF" schätzt IDC seinen Analysen zufolge als gering ein. Absatzsteigerungen seines Produktes "Recoder" könne dagegen die Language Technology Inc., Salem, Massachusetts verbuchen. Über "Structured Retrofit" von Peat Marwick, Main/Chicago, und "Superstructure" von der Group Operations Inc., Washington,

liegen, nach IDC keine weiteren Informationen vor.

Für die kommerziellen Anbieter ist das softwaregestützte Rekonstruieren von Cobol-Software der Auftakt zum Reingeneering von Software. IDC zufolge wird das Reingeneering zusammen mit dem Software-Engeneering zum Ende dieses Jahrzehnts die bedeutendsten Chancen für die Softwarewartung bieten.

Zudem sieht IDC in solchen Tools das Schlüsselelement bei der zukünftigen Anpassung Cobol-gestützter Systeme an eine Applikationsumgebung der fünften Generation.