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14.11.1997 - 

Gast-Kommentar

Cobol-Routiniers werden gebraucht

Objektorientierung wird kommen. Ihre Kritiker werden ebenso eines Besseren belehrt werden wie die Zweifler, die vor langer Zeit dem mittlerweile zum Oldie gereiften Cobol die Daseinsberechtigung absprachen. Man erinnere sich: Vor 25 Jahren hätten viele keinen Pfennig auf Cobol gewettet. Assembler war die marktbeherrschende Programmierumgebung. Doch der Zenit der maschinennahen Sprache war überschritten.

Mit der Objektorientierung ist es heute kaum anders. Widerstand gegen das Neue gibt es immer. Oft geht er von erfahrenen Mitarbeitern aus, die befürchten, daß ihr Können entwertet wird und andere, jüngere die wertvollere Arbeit leisten. "Wir setzen doch C++ und Object Cobol ein", versuchen manche den Vorwurf der übertriebenen Beharrlichkeit zu entkräften. Sie lügen nicht, aber welche Funktionen benutzen sie? In der Regel die, die bereits in C und Cobol enthalten waren. Die objektorientierten Neuerungen werden oftmals nicht angetastet. Man programmiert, wie man es schon jahrelang getan hat.

Sogenannte OO-Projekte erweisen sich unter diesen Umständen schnell als Potemkinsche Dörfer. Das müßte nicht sein, denn man kann auch langsam in die neue Welt hineinwachsen. Metamodelle und gemeinsam nutzbare Repositories sind Basis für den nahtlosen Übergang. Es wird noch einige Jahre dauern, bis Objektorientierung die Programmierung beherrscht. Bis dahin sind Spezialisten gefragt, die sich in beiden Welten auskennen. Die Routiniers müssen keine Angst vor erdrückendem OO-Know-how der jungen Generation haben. Ihr fehlt nämlich die Erfahrung in dem Bereich, der heute noch den Wert der Unternehmen ausmacht.