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16.12.1994

Cobol siecht mit dem letzten Cobol-Programmierer dahin Diskussion via Internet und Compuserve

Benutzt noch irgend jemand Cobol, oder geht die Zukunft an mir vorbei? - war neulich als bange Frage im Internet zu lesen. Die Zeiten, in denen es mehr Stellen als Programmierer gab, sind passe. Staendiger Wandel und Aengste um den Arbeitsplatz betreffen den ehemals privilegierten Berufsstand und halten neben akademischem und marktstrategischem Interesse die berufsbedingte Neugier an der Grundlage des Jobs, den Programmiersprachen, wach. Grund genug fuer die COMPUTERWOCHE, mit Hilfe elektronischer Medien eine Diskussion ueber die Zukunft der Programmiersprachen zu entfachen. Zu den Themen, die via Internet und Compuserve besonders kontrovers diskutiert wurden, zaehlen Objektorientierung, natuerlichsprachige und visuelle Programmierung.

Das Nachdenken ueber den Durchbruch der Objektorientierung laesst die Diskussionsteilnehmer fragen, welche Berechtigung die existierenden Sprachen noch haben und welche davon ueberleben wird. Als Ausweg erscheint die natuerlichsprachige Programmierung. Umstritten ist jedoch, ob eine natuerliche Sprache mit dem Anspruch auf formal-logische Korrektheit vereinbar sein kann. Waehrend einige der Diskutanten sich sehr wohl vorstellen koennen, dass die Point-and-click-Programmierung das herkoemmliche Codieren weitestgehend ersetzen wird, beharren andere darauf, dass hier lediglich Praesentationsschichten fuer die darunterliegenden Programme entstehen koennten.

"Alles laeuft darauf hinaus, dass sich eine 100prozentige visuelle Programmierung durchsetzen wird." Da ist sich Rainer Block

(Compuserve-Adresse: 100414,1143) sicher. "Dabei ist es voellig uninteressant, welche Programmiersprache dahintersteckt, denn der Programmierer sieht sowieso nichts mehr davon. Dass ich ausserdem als Software-Ersteller nicht staendig Neues zu lernen brauche - alle Sprachen entwickeln sich staendig fort -, ist ein weiterer wesentlicher Vorteil."

Auch Stephen Darlington

(Internet-Adresse: stephen.darlington