Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.09.2005

Cognos legt die Latte höher

Neue Produktplattform soll Unternehmensstandard werden.

Mit der Software "Cognos 8 BI" schürt Cognos das Feuer im umkämpften Markt für Business-Intelligence-Lösungen (BI). Als Meilenstein der Firmengeschichte gefeiert, vereint sie bisher separate Tools für Reporting, Analyse und Datenbewirtschaftung über eine Service-orientierte Architektur. Anwender könnten erstmals Abfragen und Berichte über eine Web-basierende Benutzeroberfläche (Zero Footprint) erstellen, ganz gleich auf welchem System und in welchem Format sich die Daten befinden. Neben relationalen Daten ließen sich damit auch multidimensionale (Olap Cubes), Host- oder XML-Daten, Flat-Files sowie Planzahlen nativ nutzen, erklärte Produkt-Manager Christopher Dziekan. Möglich mache dies ein gemeinsamer Metadaten-Layer, eine Query-Engine (statt vormals zwei) sowie Sicherheits-, und (Applikations-)Serverfunktionen.

Wandel bei Kunden

"Seit heute existiert ein neuer Standard für BI", proklamierte Chief Executive Officer Robert Ashe anlässlich der Vorstellung von Cognos 8 in New York. Die Plattform biete Kunden eine vollständige BI-Lösung für den unternehmensweiten Einsatz. Hatten BI-Hersteller ihre Produkte bisher meist aufgrund technischer Beschränkungen und fehlender Kundenanforderungen nur in einzelnen Abteilungen und Konzernbereichen etablieren können, glauben sie nun, dass die Zeit für den großen Wurf gekommen ist. Laut Ashe sei in den letzten 24 Monaten zumindest in großen Organisationen der Wunsch nach einem BI-Standard laut geworden. Die Gründe hierfür seien vielfältig. Neben gesetzlichen Anforderungen (Compliance), dem Wunsch mehr Informationen aus dem vorhandenen Daten zu gewinnen sowie mehr Übersicht über das laufende Geschäft zu erhalten, seien auch die IT-Kosten ein Treiber. So würden Mitarbeiter immer öfter die Abteilungen wechseln und müssten, falls diverse BI-Tools im Einsatz sind, jedes Mal neu geschult werden. Gleiches gelte bei der Offshore-Entwicklung. Zudem ließen sich der teure Auswahlprozess bei den Produkten und das Prototyping für BI-Projekte durch gesetzte Standardprodukte reduzieren.

Um Kundenanforderungen umfassend abdecken zu können, ist aber eine moderne und skalierbare BI-Plattform die Voraussetzung. Dies war lange bisher aber nicht der Fall: "Hersteller haben lange davon geredet, konnten aber nur Basisfunktionen anbieten", räumt Ashe ein. Dementsprechend liefern sich derzeit Anbieter wie Cognos, Business Objects, SAS Institute oder Hyperion Solutions harte Wettkämpfe, in denen sie durch Zukäufe und Neuentwicklungen ihr Portfolio neu aufstellen wollen. Cognos hatte diesbezüglich begonnen, die überholte Client-Server-Architektur zu erneuern und einen modularen und Web-Services-basierenden Ansatz angestrebt.

Erfolgreiche Architektur

Erstes Ergebnis der künftigen Architektur war vor zwei Jahren die komplett neu entwickelte und aufgrund ihrer Vielseitigkeit und technischer Standards viel beachtete Berichtssoftware "Reportnet". Nach Angaben des Herstellers haben mittlerweile 2500 Unternehmen die Software im Einsatz.

Konkurrenten wie SAS Insti- tute, Microstrategy oder Actuate hatten neu entwickelten BI-Plattformen schon vor geraumer Zeit präsentiert. Wie gut die Integration und der Benutzerkomfort der neuen Angebote wirklich sind, muss sich erst in der Praxis zeigen. Zumindest fehlt es derzeit nicht an Spitzen gegen die Konkurrenz, in denen sich die Hersteller gegenseitig eine mangelhafte Umsetzung des Plattformansatzes vorwerfen. Cognos nimmt diesbezüglich für sich in Anspruch, mit Reportnet bereits heute eine erprobte Basis bieten zu können und diese nun auch für die übrigen Produkte geschaffen zu haben. Allerdings sind die zukauften Lösungen von Adaytum und Frango für Planung beziehungsweise Konsolidierung laut Hersteller zwar eng mit der neuen Plattform gekoppelt, jedoch noch nicht Teil der Architektur. (as)