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07.07.2000 - 

Partnerschaft mit SAP

Cognos setzt auf Informationsintegration

MÜNCHEN (as) - Der Spezialist für Business Intelligence Cognos erzielte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ein Umsatzplus von 33 Prozent auf 108 Millionen Dollar. Ein stärker auf die interne und externe Informationsintegration abgestelltes Portfolio und Partnerschaften mit SAP sollen den Erfolg fortsetzen helfen.

Zwar zählt Cognos schon seit längerem zu den umsatz- und kundenstärksten Anbietern auf dem zersplitterten BI-Markt, technisch wurden die Produkte jedoch von Analysten meist als Windows-zentrierte Fat-Client-Lösungen eingestuft (Desktop Online Analytical Processing). Um dem Trend in Richtung skalierbarer, Server-zentrierter BI-Architekturen und leicht zu verteilender Web-Clients nachzukommen, überholte der Hersteller deswegen in den letzten Monaten seine Produkte. Diese Arbeiten sind nun laut Geschäftsführer Erich Leitner weitgehend abgeschlossen: "Cognos hat sich vom Windows-orientierten zum Web-basierten Unternehmen gewandelt." Dies betreffe rund 80 Prozent des Portfolios, das Reporting-, Olap- und Data-Mining-Tools, vorgefertigte Data Marts, Scorecards sowie ein Enterprise Information Portal als Integrationsoberfläche umfasst. Als Betriebssystem-Plattform gewinnen dabei neben NT vor allem Unix-Derivate an Bedeutung. Schwerpunkt der laufenden Entwicklungsarbeiten bei Cognos sind zudem analytische Anwendungen.

War das letzte Jahr zunächst noch von der Bündelung der Produkte zu einer integrierten BI-Suite geprägt, so kündigte Cognos Marketing-Leiter Thommy Schulze nun eine stärker lösungsorientierte Strategie an. Diese zielt unter den Schlagworten "Seebusiness", "Unitebusiness" und "Sharebusiness" darauf ab, basierend auf den bisherigen und kommenden Tools gemeinsam mit Kunden und Partnern Daten- und Informationsquellen innerhalb und außerhalb des Unternehmens stufenweise zu integrieren und zu individuellen Sichten der Inhalte zu gelangen. Sharebusiness ist dabei der umfassendste Ansatz. Er bündelt Unternehmensdaten (BI-Inhalte, Kerndaten, zugekaufte Daten) für Informationsbeziehungen im Extranet, in denen Kunden, Partner und Zulieferer ihre jeweils benötigten Inhalte erhalten.

Wichtig für Cognos ist zudem die Partnerschaft mit der SAP. Diese entwickelte sich laut Leitner zunächst mühsam, da die Walldorfer beim Data Warehousing alles selber machen wollten. Als sich jedoch bei der Implementierung und dem Verkauf des "Business Warehouse" (BW) Schwachpunkte zeigten, begann die SAP umzudenken. Mittlerweile ist Cognos mit einer Entwicklermannschaft im Partnerport in Walldorf vertreten. Dort werde an BAPIs für eine engere und performantere Integration der Cognos-Produkte mit BW 2.0 gearbeitet. Der Hersteller hofft zudem, seine Software für Visualisierung, Scorecards und Data Mining in BW-Projekten unterbringen zu können.

UmsätzeWeltweit setzte Cognos im ersten Quartal 2000 (Ende Mai) 108 Millionen Dollar um. Dies entspricht einem Zuwachs von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Steuern stieg dabei von 15,1 auf 16,6 Millionen Dollar, der Nettogewinn von 10,9 auf zwölf Millionen Dollar. Von den Umsätzen entfielen laut Cognos 95,3 Millionen Dollar auf BI-Produkte. Der Lizenzumsatz wuchs um 56 Prozent. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr (29. Februar 2000) hatte Cognos 385,6 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet.