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04.07.2007

Cognos sucht BI-Nutzer im Mittelstand

Kunden können Business Intelligence unterwegs, zur Miete oder auf einer Appliance betreiben.

Viele große Anbieter von Software für Business Intelligence (BI) versuchen derzeit über neue Vertriebsmodelle und Zusatzprodukte größere Benutzerkreise und den Mittelstand zu erreichen. Ein Beispiel gibt der kanadische Anbieter Cognos, der durch Zukäufe und Eigenentwicklungen die Reichweite seiner BI-Plattform "Cognos 8 BI" erhöhen will. Letztere wurde 2005 vorgestellt und mittlerweile von 53 Prozent der Kunden mit über fünf Millionen Endanwendern eingesetzt, sagte Rob Rose, Chief Strategy Officer von Cognos, der computerwoche. Über 300 Kunden hätten ihre BI-Aktivitäten für Reporting und Analyse mit Hilfe von Cognos standardisiert, was allerdings nicht bedeute, dass Unternehmen nur noch diese Produkte einsetzten.

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Manager wollen Berichte für unterwegs

Kunden und Partner würden von der dienstebasierenden Produktarchitektur von Cognos 8 BI profitieren, da sie eine einfache Integration und Ausbau der Plattform verspricht. Diese Offenheit will sich Cognos für weitere kostenpflichtige Module zunutze machen. Ein Hoffnungsträger ist hierbei "Cognos 8 Go Mobil", das seit drei Quartalen erhältlich ist und laut Rose die höchste Wachstumsrate unter den neuen Angeboten aufweist. Er beschreibt das Angebot als eine Erweiterung zu Cognos 8 für mobile Nutzer, wobei derzeit immer noch der Blackberry der einzige unterstützte Client ist. Der bisherigen Kritik an solchen BI-Lösungen, es fehle jenseits ausgereifter Technik an einem sinnvollen Einsatzgebiet für Unternehmen, wich Rose mit dem Argument aus, dass man gar nicht versuche, Kunden spezifische mobile Anwendungen zu verkaufen.

Go Mobile sei vielmehr als eine Ergänzung zur bisherigen Dashboard-Lösung "Cognos 8 BI Dashboard" des Herstellers gedacht und gefragt. Abnehmer seien vor allem Topmanager, die selten an ihrem Arbeitsplatz seien, aber aktuelle Geschäftsinformationen abrufen wollten. Probleme mit der technischen Infrastruktur oder Sicherheitsbedenken seien bisher nicht bekannt.

BI-Appliances kommen im zweiten Halbjahr

Noch in den Kinderschuhen steckt das Geschäft mit Mietsoftware sowie vorkonfigurierten BI-Appliances. Beide Vertriebsmodelle hatte sich Cognos Anfang des Jahres durch den Kauf des US-amerikanischen Anbieters Celequest eröffnet. Dieser kombiniert Hardware von Dell mit eigener Analysesoftware zu einer Appliance für Datenauswertungen in operativen Umgebungen. Das Angebot soll unter dem Namen "Cognos Now" im zweiten Halbjahr 2007 auch auf den deutschen Markt kommen. Künftig will Cognos die Technik von Celequest zudem als Dashboarding-Option für Cognos 8 vermarkten sowie seine BI-Plattform zur Softwarebasis der Appliance machen.

Bei der Hardware wolle man sich hingegen nicht mehr auf Dell festlegen, sagte Rose. Als Abnehmer von Appliances sieht der Manager Fachabteilungen und Mittelständler, die mit geringem Installations- und Wartungsaufwand eine BI-Lösung aufbauen müssen.

Über das künftige Angebot an Mietsoftware konnte Rose allerdings im Wesentlichen nur sagen, dass er für Cognos einen lukrativen Markt im Bereich Software-as-a-Service sehe. Derzeit ist Cognos Now als Erweiterung für das Online-Angebot des CRM-Anbieters Salesforce.com erhältlich. Es kostet rund 50 Dollar pro Nutzer und Jahr, wobei der Kunde mindestens zehn Nutzerlizenzen abnehmen muss. Die BI-Anwendung wird von Cognos gepflegt, während Partner das Hosting übernehmen. Wer dies künftig in Deutschland macht, ließ Rose offen. (as)