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26.09.2005

Cognos verbindet fünf Produkte

BI-Plattform eröffnet neue Möglichkeiten für Reporting und Analyse.
Mit Cognos 8 BI lassen sich in Reportnet per "Dimensional Reporting" multidimensionale Auswertungen weiterverwenden.
Mit Cognos 8 BI lassen sich in Reportnet per "Dimensional Reporting" multidimensionale Auswertungen weiterverwenden.

Mit der Software "Cognos 8 BI" reißt der kanadische Anbieter Cognos die Grenzen zwischen diversen Produktkategorien für Business Intelligence (BI) ein. Sie vereint die bisher separat vermarkteten Tools "Powerplay" für Analyse und Reporting multidimensionaler Daten (Online Analytical Processing = Olap), "Metrics Manager" zur Verwaltung von Kennzahlen, "Noticecast" zur Ereignisüberwachung sowie die Datenintegrationssoftware "Decisionstream" in einer Service-orientierten Produktarchitektur. Diese wurde vor zwei Jahren mit der Berichtssoftware "Reportnet" eingeführt und nun erweitert.

Mehr zum Thema

www.computerwoche.de/go/

*77348: Cognos Reportnet;

*76437: Fehler in BI-Projekten.

Hier lesen Sie …

• was die BI-Plattform kann;

• was aus Powerplay wird.

Die so entstandene BI-Plattform zentralisiert die System- und Benutzerverwaltung und unterlegt die fünf Module (Cognos spricht von "Studios") mit einheitlichen Metadaten und einer gemeinsamen Query-Engine, über die sich auf beliebige Quelldaten zugreifen lässt. Statt diverser Clients in früheren Cognos-Produkten, arbeiten Endanwender und Administratoren künftig nur noch über eine Portaloberfläche (Web-basierend, Zero Footprint) und können diese individuell anpassen. Zudem führt Cognos ein rollenbasierendes Lizenzmodell ein.

Alles nur einmal vorhanden

Für Oliver Oursin, Technical Director Europa Mittlerer Osten und Afrika, hat die neue Plattform einen klaren Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Alle Komponenten und Funktionen in Cognos 8 sind nur einmal implementiert, kommunizieren über Web-Services und nutzen dieselben Layer. Dadurch können Funktionen einfacher hinzugefügt und BI-Prozesse dem Anwendungsprofil der Kunden genauer zugeordnet werden. Die gemeinsame Basis senke im Vergleich zu separat installierten BI-Systemen die operativen Kosten.

Cognos 8 BI soll im November verfügbar sein und birgt neue oder erweiterte Funktionen. Für Anwender von "Powerplay 7.3" rückt zugleich der Zeitpunkt für einen Umstieg auf die neue Architektur näher. Für bestehende Installationen werde es laut Peter Griffiths, Senior Vice President Products bei Cognos, noch für zwei Jahre Support geben, doch sei eine Migration problemlos. So wird die Software künftig als "Analysis Studio" weiterleben, aber nicht mehr die eigene, sondern die mit Reportnet eingeführt und jetzt angepasste Query-Engine nutzen. Die bisherige Cube-Technik bleibt hingegen erhalten, und Würfel sind als native Datenquelle über die Software zur Metadatenverwaltung "Framework Manager" erreichbar. Anpassungen am Cube erfolgen weiter mit dem Tool "Transformer". Bei der Überführung von Berichten der Web-Variante "Powerplay Web" hilft ein Migrations-Tool. Der bisherige "Powerplay Client" bleibt als mobiler Client für den alleinigen Zugriff auf den Powercube bestehen.

Dank der Architektur von Cognos 8 BI ist erstmals möglich, mit Powerplay "ohne Kunstgriffe" auch Reporting zu machen, erläutert Oursin. Ferner gebe es neue Features für vergleichende, asymmetrische und hochvolumige Analysen. "Mit Cognos 8 BI wurde die Reportnet-Architektur so erweitert, dass sie Data agnostic ist". "Unser gesamter Content baut auf Metadaten auf". Eine Analyse erfolge nun nicht mehr nur auf den multidimensionalen Powercubes von Powerplay. Vielmehr kämen neben Host- und XML-Daten, Flat-Files auch Olap-Daten etwa aus den "Microsoft Analysis Services" sowie relationale Quellsysteme, bereits dimensional ausgerichtete relationale Produkte wie "DB2 Olap Cubes" oder relationale Olap-Systeme wie "SAP BW" in Betracht.

Neuheiten finden sich auch bei Reportnet, das aus den Modulen Query Studio, Portal (künftig Congos Connection) und Report Studio besteht. Sie sollen Anwendern aus Fachabteilungen mehr Optionen für Gestaltung mit Geschäftsberichten bieten. So lassen sich in Cognos Query Templates für das Corporate Publishing, Features wie Exception Highlighting und Formatierungen nutzen. Cognos Connection ist nun auch physisch integriert und bietet mehr Möglichkeiten, um Content zu verteilen, einzubinden oder über ein Portlet zu integrieren.

Die Neuerungen in Report Studio betreffen vor allem die Benutzerführung, zumal die Komponente als Superset der übrigen Module entwickelt wurde. Als native Datenquelle verfügbar, aber noch nicht Teil von Cognos 8 BI sind hingegen die zugekauften Produkte für Planung "Cognos Enterprise Planning" und Konsolidierung "Cognos Controller". Sie sollen laut Manager Griffiths erst in einem für Februar 2006 geplanten Release enger integriert werden und dann beispielsweise über das Portal Elemente der Planungsoberfläche verfügbar sein. Schon heute ließen sich im laufenden Planungsprozess aktuelle Budgets und Pläne in einem Bericht oder einer Analyse vergleichen.

Event-Management

Eine Besonderheit sind schließlich Features für ein Event-Management. Aus Noticecast hervorgegangen, stehen der Komponente "Event Studio" alle Metadaten zur Verfügung, auf deren Basis der Anwender Bedingungen definieren kann, um einen Prozess anzustoßen. Die Reaktionen auf ein Ereignis reichen von einer E-Mail-Benachrichtigung bis hin zu umfangreichen Prozessketten. Laut Oursin können Events, die der Framework Manager verwaltet, sämtliche Analysen, Metriken, Reports, Daten etc. von Cognos 8 BI nutzen. Das Modul soll BI-Infrastrukturen optimieren helfen.