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26.01.2001 - 

Web-Entwicklungsumgebung wechselt Besitzer

Cold Fusion: Allaire geht an Macromedia

Das neue Unternehmen wird unter dem Namen Macromedia firmieren. Beide Softwarehäuser bringen Web-Entwicklungswerkzeuge mit in die Ehe: Macromedias Stärken liegen in der grafischen Gestaltung, etwa mit den Animations-Tools "Flash" und "Shockwave", der Web-Publishing-Software "Dreamweaver" oder dem Autorenwerkzeug "Director". Allaire hat sich mit Web-Entwicklungssoftware für Script- und Java-basierte Sites einen Namen gemacht.

Zum Produktportfolio gehören der HTML-Editor "Homesite" sowie die populäre Entwicklungsumgebung "Cold Fusion" mit gleichnamigem Applikations-Server. Für Java-Anwendungen brachte Allaire den Java-Server "Jrun" und das Programmier-Tool "Kawa" auf den Markt. Zudem verfügt Allaire mit "Spectra" über ein Content-Management-System.

Da Macromedia über keinen Applikations-Server verfügte und bei den Scripting-Tools nicht viel zu bieten hatte, war das Unternehmen bereits vor der Übernahme eine Reihe von Kooperationen mit Allaire eingegangen. So wurde Dreamweaver beziehungsweise "Dreamweaver Ultradev" um Cold-Fusion-Elemente erweitert. Damit können Programmierer über die Macromedia-Software HTML-Seiten mit dynamischen Datenbankzugriffen erstellen, die auf Allaire-Servern laufen. Umgekehrt baute Allaire die Flash-Technik in seine Entwicklungsumgebung "Cold Fusion Studio" ein.

Die Verknüpfung ihrer Produkte wollen beide Unternehmen noch ausweiten: Alle Macromedia-Werkzeuge sollen an die Cold-Fusion- und Jrun-Server angepasst werden. Zudem beabsichtigt der neue Web-Softwareanbieter, sämtliche Server-Produkte an den J2EE-Standard anzupassen. Kunden sollen aber auch weiterhin in der Lage sein, mit den Tools Web-Anwendungen mittels Java Server Pages(JSPs), Active Server Pages (ASPs) sowie "Cold Fusion Markup Language" (CFML) zu erstellen. Als weitere wichtige Entwicklungslinie betrachtet Macromedia die Unterstützung verschiedener Endgeräte. Die Produktentwicklung des neuen Softwareanbieters wird Kevin Lynch, President of Products bei Macromedia, leiten. An ihn berichtet der Chief Technology Officer (CTO) Jeremy Allaire, der diesen Posten bisher bei Allaire bekleidete.

Durch die Fusion verbessert Macromedia nach Ansicht von Entwicklern seine Marktposition gegenüber Microsoft - der Softwarekonzern bietet Browser-basierte Web-Entwicklungswerkzeuge und entsprechende Server. Die Transaktion umfasst etwa 360 Millionen Dollar und soll im zweiten Quartal 2001 abgeschlossen sein.