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27.02.2006

Colt treibt den Umbau voran

Der Provider zieht nach schlechten Zahlen seine Zentrale aus London ab.

Der Netzbetreiber City of London Telecom, genannt Colt, kündigte an, aus Kostengründen seine Zentrale aus der Heimatstadt abzuziehen. Geplant ist die Gründung einer Holding auf dem europäischen Festland, jedoch sei noch keine Standortentscheidung gefallen. In Kontinentaleuropa erwirtschaftet das Unternehmen rund 80 Prozent seiner Einnahmen. Zudem will Colt seine Notierung an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq beenden, da der Aufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen stehe. Abgerundet wird die Umstrukturierung durch eine Kapitalerhöhung von umgerechnet 441 Millionen Euro, um alte Anleihen auszulösen.

Colt Telecom

FJ 2004 FJ 2005

Umsatz 1792 1830

Ergebnis -162 -494

Angaben in Millionen Euro

Hintergrund für die Restrukturierung sind die anhaltenden Verluste des Unternehmens. Die Zahlen von 2005 lagen unter den Erwartungen, und eine rasche Besserung ist nicht in Sicht. Angaben des Colt-Managements zufolge ist damit zu rechnen, nach einer Durststrecke in diesem Jahr dann 2007 in die Gewinnzone zurückzukehren. Die Anleger reagierten verstimmt auf die Nachrichten, das Papier von Colt verlor an der Londoner Börse über fünf Prozent.

Nach Einschätzung des Colt-Managements ist das Jahr 2005 besser gelaufen, als es die Zahlen vermuten lassen. Im Abschlussquartal verbesserten sich die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringfügig auf 456 Millionen Euro, der Nettoverlust weitete sich bedingt durch hohe Abschreibungen auf 388 Millionen Euro aus. Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um knapp zwei Prozent auf 1,83 Milliarden Euro an, der Nettoverlust verdreifachte sich auf 494 Millionen Euro. (ajf) u