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03.01.1986 - 

Gericht setzt Termin für Liquidation fest:

Columbia immer auf Käufersuche

COLUMBIA (CW) - Obwohl das vergleichsverwaltende Gericht im US-Bundesstaat Maryland der Columbia Data Products Inc. die Auflösung des Unternehmens auferlegt hat, suchen die Manager des maroden Herstellers IBM-ähnlicher Mikros immer noch nach einem Käufer. Jedoch haben die Richter der Gesellschaft für ihre Bemühungen nur noch kurze Frist eingeräumt.

Sollte sich kein Käufer finden, so lautet der eindeutige Beschluß der Juristen, werden die Vermögenswerte von Columbia im nächsten Jahr veräußert. Bereits im November 1985 hatte das Gericht die Liquidation des Unternehmens nahegelegt, das zu dieser Zeit unter Chapter 7 des US-Konkursrechts stand. Im vergangenen Mai stellte sich Columbia unter den Schutz von Chapter 11 (entspricht etwa dem deutschen Vergleich).

Zu dieser Zeit setzt das Gericht einen neuen Manager an die Spitze: Richard Lowrys. Zu seinen ersten Amtshandlungen gehörten massive Entlassungen und die Suche nach Käufern. Noch hofft er, daß derzeit laufende Gespräche mit Firmen "einen fruchtbaren Verlauf nehmen".

Den Kreditoren schuldet Columbia nach Mitteilung eines Sprechers rund 40 Millionen Dollar; davon erscheinen rund 22 Millionen Dollar als Fehlbetrag beim größten Gläubiger, der First Pennsylvania Bank N. A., auf dem Konto. Neben einer weiteren Bank gibt es nach Columbia-Aussage "noch Hunderte von weiteren Kreditoren". Der angenommene Wert der zu veräußernden Unternehmensanteile wurde bislang nicht mitgeteilt.

Der Grund für die finanziell schlechte Situation bei Columbia wird mit einem noch schwebenden Gerichtsverfahren angegeben. Angeklagt wurde dabei die ebenfalls in Columbia ansässige Chesapeake Date Systems Inc., die angeblich unerlaubt in den Besitz von Columbia-Geheimnissen gekommen sein soll.