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08.12.2000 - 

Startups besinnen sich auf traditionelle Bezeichnungen

.com und .net in Firmennamen kommen aus der Mode

MÜNCHEN (CW) - Die massenhafte Gründung von Internet-Startups hat der Branche in den letzten Jahren eine Vielzahl neuartiger Firmennamen beschert, die aus "com" oder "net" sowie einer willkürlich anmutenden Aneinanderreihung von Silben bestehen. Doch mit dem Ende der Dotcom-Euphorie verlieren die Kürzel an Anziehungskraft.

Experten führen den Trend in der Namensgebung in erster Linie darauf zurück, dass Internet-Startups meist nach ihrem Domain-Namen benannt sind - daher auch die Bezeichnung Dotcom. Da die Zahl der allgemeinen Top Level Domains (TLD) bislang auf die Endungen .com, .net und .org begrenzt ist, waren branchenbezogene Domain-Namen - etwa Business.com oder computer.com - häufig schon vergeben. Aus diesem Grund dachten sich zahlreiche Anbieter etwas völlig Neues aus. Im Trend lagen dabei vor allem Kombinationen, die - wie "Internet" - die Vokale "e" und "i" sowie das Kürzel "net" enthalten. Auch "systems" sowie das allgegenwärtige "com" waren beliebte Namensbestandteile.

Laut S.B. Master, Gründer und Chef der Namensagentur Master-McNeil, ist es ein Fehler, bei der Wahl des Firmennamens modischen Strömungen zu folgen. Seiner Ansicht nach zeichnet sich auch inzwischen ein entgegengesetzter Trend ab. Immer mehr Unternehmen besännen sich auf traditionelle Wortschöpfungen zurück - etwa der Softwarehersteller Inprise, der jetzt wieder seinen alten Namen Borland annehmen will. Der Firmenname war vor zweieinhalb Jahren in Inprise - eine Mischung aus Internet und Enterprise - umgewandelt worden. Doch die Marke Borland hatte sich so stark in den Köpfen der Kunden festgesetzt, dass das Unternehmen nun zu seinem alten Namen zurückkehrt. Auch der Modemhersteller U.S. Robotics, der seinen Namen nach der Übernahme durch 3Com aufgeben musste, heißt seit der Ausgliederung des Modemgeschäfts von 3Com Anfang des Jahres wieder U.S. Robotics.

Die Endung .com als Bestandteil des Firmennamens kommt ebenfalls aus der Mode - seit dem Börsencrash in der New Economy im April klingt der Ausdruck für die Internet-Fixierung eines Unternehmens plötzlich nicht mehr so cool wie einst. Wie die Firma Infospace, die das "com" aus ihrem Namen gestrichen hat, trennen sich immer mehr Internet-Startups von der überstrapazierten Buchstabenkombination.