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13.03.1998 - 

Thema der Woche

Comet zieht seine Bahn

Als die betriebswirtschaftliche Standardsoftware Comet vor über 20 Jahren von Nixdorf in den Markt eingeführt wurde, galt das Konzept als genial. Die in Business-Basic geschriebene Anwendung wurde als Komplettlösung mit Nixdorf-Rechnern und Ablaufumgebung europaweit vermarket. Wie damals üblich, hatte die Standardsoftware im wesentlichen Kernfunktionen zu bieten, die von Entwicklern um individuelle Funktionen erweitert wurden.

Ende der 80er Jahre begann die Karriere des Unix-Betriebssystems und damit der Trend zu offenen Systemen. Nixdorfs Konzept der geschlossenen Komplettlösung war am Ende. Das "Alexander"-Projekt wurde gestartet, um Comet von Basic auf C umzuprogrammieren. Doch bevor erste Ergebnisse sichtbar wurden, verlor Nixdorf die Eigenständigkeit und ging 1990 in der Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG auf. Für die Comet-User brachen unruhige Zeiten an, wollte der neue Eigner sie doch partout auf Unix-Kurs bringen. Schon damals stiegen viele Anwender auf PC-Plattformen um. Derweil lief das Alexander-Projekt weiter und wurde in "ALX-Comet" umbenannt. 1992 kamen erste Module dafür heraus. Noch wurden etwa 30000 Installationen gezählt. Drei Jahre später wurden die Unix-Varianten von ALX-Comet um eine NT-Version erweitert. Doch rentiert hat sich dieses Geschäft für Siemens-Nixdorf nie. Schließlich kam es 1997 zur Ausgliederung der Comet-Mannschaft in die Q4 IBS GmbH und zum Verkauf an Baan. Von ALX-Comet wurden inzwischen 400 Kopien verkauft, insgesamt soll es, so der neue Eigner, noch 15000 Comet-Installationen geben.

Baan hat versprochen, beide Produktlinien zumindest bis über die Jahrtausendwende hinaus weiterzuentwickeln. Derweil wird den neuen Kunden der Umstieg auf Baan-Software empfohlen, versüßt durch die Ankündigung eines modernen komponentenbasierten Mittelstandspakets mit der Bezeichung "Baan on Board".