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12.11.1999 - 

Online-Auktionen zwischen Unternehmen

Commerce One läßt Firmen den Bürobedarf ersteigern

12.11.1999
MÜNCHEN (CW) - Commerce One, US-amerikanischer Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen für den elektronischen Geschäftsverkehr zwischen Firmen, will künftig auch ins Auktionsgeschäft einsteigen. Das Unternehmen will Commercebid.com übernehmen, einen Hersteller von Web-basierter Versteigerungssoftware.

Die Technik von Commercebid.com möchte Commerce One in seine E-Commerce-Portale integrieren, so daß Firmen dort über Auktionen Waren ver- oder ersteigern können. Commerce One betreibt mit "Marketsite" ein eigenes Portal, darüber hinaus haben große Firmen mit Hilfe der Software des US-Anbieters eigene Business-to-Business-Sites aufgebaut, wie zum Beispiel British Telecom mit "BT Marketsite", der japanische Carrier NTT mit "NTT Marketsite" sowie der Automobilkonzern General Motors, dessen "GM Trade Xchange" im ersten Quartal 2000 ans Netz gehen soll. GM will damit einen digitalen Marktplatz für Produkte, Rohmaterial, Ersatzteile und Dienstleistungen eröffnen. Insbesondere die Optimierung ihres Bestellwesens für indirekte Güter, wie beispielsweise Bürobedarf, liegt den Kunden von Commerce One am Herzen. Die Lösung des Herstellers, die "Commerce Chain Solution", besteht aus der Buysite-Software, die den internen Beschaffungsprozeß von der Anforderung bis zur Bestellung im Unternehmen automatisieren soll. Marketsite, eine Extranet-Plattform, wickelt hingegen die Interaktion mit Lieferanten von der Bestellung bis zur Bezahlung ab.

Mit der Übernahme von Commercebid.com reagiert Commerce One auf einen Trend zu Online-Auktionen zwischen Firmen. Dabei geht es jedoch nicht nur um die klassische Versteigerung gegen Höchstgebot, sondern auch um umgekehrte Auktionen. Sie erlaubt es Unternehmen beispielsweise, ihren Bedarf auf einer Website kundzutun, während Lieferanten dort ihre Angebote einreichen (siehe CW 41/99, Seite 37). Gleichzeitig geben Internet-Auktionen Unternehmen die Möglichkeit, Abnehmer für ihre überschüssigen Lagerbestände zu finden.

Laut Forrester Research wurden bereits 1998 weltweit 8,7 Milliarden Dollar über Business-to-Business-Auktionen umgesetzt. Für das Jahr 2002 erwarten die Analysten einen Anstieg dieser Summe auf 52 Milliarden Dollar. Diese Zahlen bewogen auch das bisher auf private Konsumenten beschränkte Online-Auktionshaus Ebay, in dieses Marktsegment vorzustoßen. So startete die hiesige Dependance mit www.ebaypro.de eine Plattform für Business-to-Business-Auktionen.