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15.09.2000 - 

Kooperation von Commerce One und Intershop

Commerce One und Intershop wollen gemeinsam Marktplätze fördern

MÜNCHEN (CW) - Der Marktplatz-Anbieter Commerce One und der Online-Shop-Spezialist Intershop haben in New York eine enge Kooperation bekannt gegeben. Ziel ist es, die Einkaufslogistik, die Commerce One abdeckt, mit der Verkaufslogistik von Intershop zu kombinieren.

Technisch wird die Anbindung des Intershop-Systems "Enfinity" mit der Marktplatzplattform "Marketsite" durch eine als "Cartridge" bezeichnete Middleware-Komponente realisiert, die den Nutzern aufwändiges Programmieren ersparen soll. Damit soll die Hemmschwelle von Unternehmen gesenkt werden, sich an Marktplätze anzubinden. Laut Commerce One würde es mit den bisherigen Verfahren einige Jahre dauern, um beispielsweise die rund 30000 Zulieferer an den Automobil-Marktplatz Autoexchange anzubinden. Mit Intershop-Hilfe lasse sich dieser Zeitraum auf etwa ein Jahr reduzieren.

Diese Möglichkeit unterscheidet die Kooperation laut Commerce One auch von ähnlichen Kooperationen etwa mit Broadvision und Ariba. Gegenstand des Deals ist auch, dass Commerce One künftig Enfinity vermarktet. Umgekehrt will Intershop seinen Kunden den Marktplatz von Commerce One empfehlen, "wenn es sich so ergibt", wie es Firmenchef Stephan Schambach vorsichtig formuliert.

Tatsächlich geht es ihm weniger darum, seinen Kunden Marktplätze anzudienen, als vielmehr darum, ihnen eine Technik zu bieten, mit deren Hilfe sich die verschiedensten Vertriebskanäle, darunter mehrere Marktplätze, zentral verwalten lassen. Beide Firmen teilen die Vision eines weltweiten Netzes von Unternehmen, die online miteinander Handel treiben. Dafür soll es eine begrenzte Anzahl von Marktplätzen geben und eine große Zahl darüber verbundener Lieferanten. Diese zögern jedoch bislang, sich an einem oder mehreren Marktplätzen zu beteiligen. Hier helfen Marketing- und Vertriebspartnerschaften wie die zwischen Intershop und Commerce One ebenso wie auf technischer Ebene Integrationswerkzeuge wie die Cartridge.

Die finanziellen Einzelheiten des Deals würden laut Schambach schon deshalb noch nicht veröffentlicht, weil die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. Die Kooperation befinde sich im Stadium eines Memorandum of Understanding, das bis Ende des Jahres in einen Vertrag münden soll.