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Wirtschaftsprüfer verweigern volles Testat:

Commodore-Bilanz wieder mit Vorbehalt

28.11.1986

NEW YORK (vwd) - Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen & Co. hat den Jahresabschluß 1985/86 (30. Juni) von Commodore International Ltd. nur eingeschränkt attestiert.

Die Ergebnisse von Commodore unterlägen Unsicherheiten wie ausstehenden Steuerforderungen, Auseinandersetzungen über Importgebühren und Prozessen, darunter eine Klage mit Schadenersatzforderungen von mehr als 50 Millionen Dollar, begründet Andersen die Einschränkung. Zwar habe sich die schlechte Finanzlage bei Commodore stetig verbessert, doch mußte das Unternehmen in den vergangenen beiden Jahren Verluste von insgesamt 241,8 Millionen Dollar hinnehmen, und die Realisierung von bilanzierten Investitionen in Anlagen und auch in den Amiga seien vom Erfolg der künftigen Geschäfte abhängig.

Bereits der 1984/85er Jahresabschluß war nur bedingt attestiert worden. Commodore hat kürzlich ein profitables zweites Quartal und Gesamtgeschäftsjahr 1986/87 in Aussicht gestellt. Mehrere Unsicherheitsfaktoren sind mittlerweile ausgeräumt worden.

Nach Angaben des Unternehmens hat die US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) keine Einwände gegen die Bilanzierung der Amiga-Akquisition. Commodore erwartet auch keine größeren materiellen Auswirkungen von den Auseinandersetzungen über Importgebühren in den USA und anderen Ländern sowie über die Steuerprüfungen in Japan und anderen Staaten. Außerdem würden die positiven Auswirkungen der steuerlichen Verlustvorträge ausreichen, um die abfließenden Mittel auszugleichen, die ein Vergleich mit der US-Einkommensteuerbehörde über die noch ausstehende Steuerprüfung für vergangene Jahre bringen dürfte.