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24.03.1989 - 

Amiga-Familie soll zur Workstation aufgepeppt werden:

Commodore drängt in den Unix-Markt

HANNOVER (ch) - Zufrieden mit dem bisher Erreichten zeigte sich Commodore auf der CeBIT. Das Unternehmen hat in allen Marktsegmenten, in denen es tätig ist, seinen Marktanteil ausbauen können. Seine Position will es durch den Ausbau der Produktpalette in Richtung höhere Leistung und durch den Einstieg in den Unix-Markt weiter verbessern.

Commodore sei im wesentlichen in drei Sektoren präsent, erläuterte Winfried Hoffmann, Vorsitzender der Geschäftsführung. Dies seinen Homecomputer, Computer für das "Business at Home" und Maschinen für professionelle Zwecke. Die Strategie, die sich Commodore für die weitere Expansion ausgedacht hat, lautet: die PC-Familie unter besonderer Berücksichtigung der semiprofessionellen Kundschaft ergänzen und ausbauen und die Amiga-Familie nach oben abrunden. Damit dürfte in erster Linie ein Einstieg in den Markt der Unix-Workstations gemeint sein - ein riskanter Schritt für die bisher eher im semiprofessionellen Sektor angesiedelte Amiga-Familie.

Als Auftakt stellte Commodore eine neues Flaggschiff für die Amiga-Familie vor, den Amiga 2500 UX. Das Gerät läuft wahlweise unter dem angestammten Betriebssystem Amiga-DOS oder unter Unix System V 3.1 und ist mit dem 32-Bit-Prozessor 68020 bestückt. Die weitere Ausstattung umfaßt einen Arithmetik-Coprozessor, 3 MB Arbeitsspeicher, eine Festplatte mit 80 MB Kapazität und 19 Millisekunden Zugriffszeit sowie einen eingebauten 150-MB-Streamer. Für die fernere Zukunft stellt Commodore eine Version mit dem noch leistungsfähigeren Prozessor 68030 in Aussicht.

Im Bereich der Personal Computer stellte Commodore den neuen AT-kompatiblen PC 40-III vor, der gegenüber seinem Vorgänger über eine schnellere Festplatte und erwei-

terte Grafik-Fähigkeiten verfügt. Aufgrund des höheren Integrationsgrades ist das Gehäuse jetzt handlicher geworden.

Der ebenfalls auf der CeBIT angekündigte PC 50-III ist mit dem "unechten" 32-Bit-Prozessor 386 SX, VGA-Grafik und 40-MB-Platte bestückt und soll ab Juli lieferbar sein. Ebenfalls im Juli will Commodore auch sein neues Flaggschiff auf den Markt bringen, den PC 60-III. Dieser kommt mit dem "echten" (das heißt, über einen 32 Bit breiten Datenbus verfügenden) 32-Bit-Prozessor 80386 auf den Markt, arbeitet mit einer Taktfrequenz von 20 Megahertz und ist mit einer schnellen 40-MB-Platte bestückt. Über die Preise wollte Commodore noch nicht reden.